vignette_nosseck_bockVor kurzem war ich einmal wieder mit meiner 85-jährigen Mutter bei der Sparkasse. denn Geld abheben möchte sie immer noch selber. Rechnungen darf ich inzwischen auch alleine überweisen. ich verstehe es, denn schließlich ist es ihre Rente, über die sie auch selbst verfügen möchte. Doch dies kann sich nun als ein Sicherheitsrisiko herausstellen.
Denn die Sparkasse Erlangen ist so arm, dass sie sich kein neues Kassensystem leisten kann. Das hat jedenfalls die Mitarbeiterin am Schalter der Filiale in einem Ortsteil von Erlangen zur Begründung gesagt, warum das Geld beim Abheben vom Konto nicht mehr am Tresen von der Bankangestellten ausbezahlt wird, sondern künftig nur noch am Automaten erhältlich ist.
Man gibt seinen ausgefüllten Auszahlungsschein der Mitarbeiterin, die anschließend die Summe in ihren Computer tippt. Dann geht man zum Automaten in der Schalterhalle und steckt seine Bankkarte in den Abhebeautomaten und erhält das Geld. Aber nur in Tranchen bis zu 800 Euro. Mehr Scheine kann der Automat nicht auf einmal herausgeben. Also steht man als alter Mensch völlig ungeschützt vor dem Automaten, hinter einem warten noch andere, und schiebt dann die Scheine in die Geldbörse oder ordert die nächste Tranche. Man könnte sie nachzählen, aber das in aller Öffentliichkeit.
Ich finde es wirklich schwierig. Wie schnell könnte einem dieses Geld aus der Hand gerissen werden… Am Schalter ist dies doch eher unwahrschenlich.
Auch, wenn dies nur eine Vorstellung ist, bereitet mir diese Siutation großes Unbehagen. Die Bankmanager und Filialleiter sollten sich einmal in die Rolle ihrer älteren Kundschaft versetzen. Was für Vorstellungen haben diese?
Ich meine, mehr Komfort, persönliche Ansprache und ein Gefühl der Sicherheit. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein.
Ich hoffe, auch in der Sparkasse Erlangen bald wieder.
Und was wünschen Sie sich von Ihrer Bank?