Wunderschöne Erinnerungen an die kulinarischen Höhepunkte ihrer Kindheit hat Siglinde Pilhofer. “Mein Gott, wie gut schmeckte der Stopfer mit den Hutzelbirnen, oder Breite Nudeln mit Apfelmus”, schreibt sie. Die 78-jährige Nürnbergerin (geboren  im Hörmannsgässchen Nr. 3) erinnert sich besonders an ein Rezpet ihrer Oma für Butterzeug. “Weihnachten ohne diese Plätzchen- geht gar nicht.”, meint sie und verrät der Redaktion des Magazins sechs+sechzig das Rezept. Dazu berichtet Siglinde Pillhofer: Meine Oma hatte das Pfälzer Winzerhaus in Nürnberg Hörmannsgässchen Nr. 3 ( gibt es nicht mehr, steht Karstadt darauf). Dort bekamen die Gäste Silvester einen Punsch und eben diese Butterzeug.

Unwiderstehlich sind die Butterplätzchen nach altem Nürnberger Rezept. Foto: pexels-nicole-michalou

So entsteht das berühmte Butterzeug

Zutaten

500 g. Butter

500 g. Butterschmalz

500g. Zucker

2 Kg. Mehl

4 Eier Größe M

¼ Ltr. Orangenlikör

8 Esslöffel süßen Rahm

Zubereitung

Knetteig herstellen,  immer im Kühlschrank lagern, nur kleine Mengen entnehmen ,Teig immer wieder kühlen, Teig 3 mm dick ausrollen, ausstechen und auf Blech mit Backpapier legen. Am besten werden die

Plätzchen wenn sie über Nacht kalt stehen, also richtig ausfrieren bevor sie gebacken werden. Das ist halt jetzt nicht mehr so einfach, ist ja überall warm. Dann 10 Min. backen bei 200 Grad

Noch heiß in Gemisch von Zimt und Zucker wälzen.

Der Silvesterpunsch

10 Ltr. Wein ( 6 Ltr. Leichten Pfälzer Rotwein, 4 Ltr. Pfälzer Weißwein ( den haben wir immer beim Schocken im Keller direkt vom Fass gekauft)

Na ja , das war nach dem Krieg, vorher hatte mein Großvater Johann Boebel  selbst eine Weinhandlung)

Ca. 2 Kg Zucker nach Geschmack,

Saft von 2 Orangen, 4-5 Nelken, 2 Stangen Zimt , etwas Arak 8 ganz zum Schluß zugeben u. Saft von einer Zitrone.

Das Getränke erhitzen, ja nicht kochen.

Auch meine Enkelkinder, leben alle in der Schweiz, sind von dem Butterzeug begeistert und sammel das Jahr über eifrig Blechdosen.

Übrigens die Butterzeug schmecken auch noch an Ostern sehr gut. Von wegen Butter wird ranzig–