Meine Oma, die aus Hersbruck stammte, hat diesen Eintopf im Winter oft gekocht und auch ich koche ihn gerne. Die Großmutter meines Mannes, Martha May, die aus Stuttgart stammte, wählte die bekannte schwäbische Variante mit selbst gemachten Spätzle.

Edeltraut May und ihr Lieblingsgericht: der Linseneintopf. Foto: K+E May

Fränkischer Linseneintopf  (Julie Rauch)

Zutaten:

300 g   Linsen

250 g   geräuchertes Bündle ( Schweinebauch ),

Wienerle oder einfache Stadtwurst,

Suppengrün,

1kg  rohe Kartoffeln,

etwas Kartoffelmehl.

Das geräucherte Bündle wird evl. im Dampftopf weich gekocht und aus der Brühe genommen. Die über Nacht eingeweichten Linsen werden in der Brühe mit dem klein gewürfelten Suppengrün weich gekocht. Inzwischen werden die rohen Kartoffeln geschält und gerieben, ausgedrückt und mit etwas Kartoffelmehl, einem Löffel Salz und etwas kochend heißem Wasser zu einem geschmeidigen Teig verarbeitet. Kleine Klößchen formen und diese in die Linsen geben. Ungefähr 15 Minuten köcheln lassen. Geräuchertes Bündle und Wienerle kleinschneiden, in den Eintopf geben. Mit gekörnter Brühe und einem Schuss Essig nach Geschmack abschmecken. Bei Zeitmangel kann man auch Kloßteig nehmen.