Manchmal fühle ich mich wirklich alt. Wenn ich im Internet unterwegs bin, kommt das öfter vor. So habe ich kürzlich einen Flug online gebucht. Das habe ich schon häufiger erfolgreich geschafft. Aber diesmal bin ich leider an “fluege.de” geraten. Hier habe ich mir einen Hin-und Rückflug herausgesucht, der mir gepasst hat. Doch, nachdem ich den Hinflug erfolgreich eingegeben und der Computer ihn auch angezeigt hat, stürzte die Seite beim Versuch, einen Rückflug hinzuzufügen ab. Ich konnte “fluege.de” nicht mehr aufrufen.
Also habe ich Hin-und Rückflug bei einem anderen Anbieter gebucht und war zufrieden. Allerdings nur bis zum nächsten Morgen. Da entdeckte ich, dass mir “fluege.de” um 3.14 Uhr nachts eine Bestätigungsmail zugesandt hatte. Mein Hinflug sei reserviert, teilte man mir mit. Normalerweise erhält man die Buchungsbestätigung per Mail innerhalb kürzester Zeit und nicht Stunden später. Also habe ich die Hotline angerufen. Die Leute waren freundlich, haben mir bestätigt, dass die Seite abgestürzt war und bedauerten. Ich sollte auf jeden Fall eine Stornogebühr von 50 Euro zahlen. Die wurde mir prompt vom Konto angebucht. Für nichts und wieder nichts. Ganz schön happig. Auch wenn ich innerhalb von 24 Stunden den Fehler gemeldet habe, gilt hier wohl keinerlei Verbraucherschutz.
Nun komme ich zum eingangs erwähnten Gefühl. Ich bilde mir nämlich ein, dass diese dreiste Abzocke einem jüngeren Menschen nicht passiert wäre. Der weiß halt, welche Reiseportale gut sind und welche nicht. Das spart Lehrgeld. Ich finde es trotzdem unverschämt, den Kunden für einen technischen Fehler büßen zu lassen. Ich werde dieses Buchungsportal auf jeden Fall künftig meiden. Es gibt ja genügend andere, bei denen es funktioniert und man nicht alt ausschaut.