Hello All,

„schützt die Alten!“ erschall der Aufruf zu Beginn der Corona- Pandemie. Liebevoll, doch strengstens geregelt, hegten die Jüngeren die Alten in deren Wohnungen und besonders in den Heimen ein.  Alte sollten auf Außenkontakte verzichten und drinnen bleiben.  Außenaufenthalte aufs Notwendigste reduzieren, um die Chancen auf eine Infektion zu minimieren.

Gut gemeint, aber es half nicht überall. Vielleicht war das sogar manchenorts besonders gefährlich. Allein in Spanien sind von den bisher ca. 28.000  Covid-19 Opfern 20.000 in Seniorenheimen zu beklagen. Inzwischen ist man, was die Infektionsrisiken angeht, etwas erfahrener.

Eine aktuelle und mir plausible Theorie besagt, dass die größte Gefahr von „Super-Spreadern“ ausgeht, den Super-Keimverteilern. Was nicht so sehr einzelne Menschen sind, sondern jene in besonders ansteckungsförderlichen Situationen. Die ergeben sich aus längerem Aufenthalt zusammen mit unbekannt infizierten Personen, die heftig atmen, z.B. wegen körperlicher Anstrengung, kraftvollem Singen oder lautem Sprechen, in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen.

Neben Partyräumen und Schlachtbetrieben könnten so auch stickige Räume in Seniorenheimen, in denen gestresste und verschwitzte Pflege- und Reinigungskräfte ihren Dienst verrichten,  potentielle Super-Spreader- Orte sein. Fürsorgliche Aufforderungen wie „Tür und Fenster zu, es zieht“ macht die Sache nicht besser. Verstärkt durch den anfänglichen Mangel an Schutzbekleidung und Masken. Wegen der Schwerhörigkeit der zu Betreuenden werden die Helfer bisweilen extra laut sprechen und bei manchen Verrichtungen schwer atmen müssen.

Wenn das so zutreffen würde, dann wäre ein Ausflug der Alten zum Mehrgenerationentreffen im Park weniger riskant als sie zur Isolation in den Heimen zu verdonnern. Die Isolation war oder ist gut gemeint – aber meiner Meinung nach riskant. Mal abgesehen von der immunstimulierenden Wirkung einer heiteren Begegnung mit den Lieben, am besten in frischer Luft, bei 6 Fuß Abstand und mit Maske.

Ihr Global Oldie