Gut gegen Demenz: das Nutzen moderner Technik - und das geistige Gefordertsein durch andere. Foto epd

Gut gegen Demenz: das Nutzen moderner Technik – und das geistige Gefordertsein durch andere. Foto epd

Wenn das Gedächtnis nachlässt, wenn Namen vergessen werden, fragen sich
viele: Ist das noch normal oder könnte es sich um eine Demenzerkrankung handeln? Eine neue Broschüre mit dem Titel „Was kann ich tun?“ wendet sich speziell an
Menschen mit einer beginnenden Demenz und informiert über Diagnose und Behandlung, rechtliche und finanzielle Fragen, Möglichkeiten von
Beratung und Unterstützung. Sie enthält zahlreiche Tipps für das alltägliche Leben.

Die Broschüre, leicht lesbar und durch Fotos und
Grafiken ergänzt, ist im Rahmen des Projekts “Mehr Teilhabe für Menschen mit
Demenz ermöglichen” der Deutschen Alzheimer Gesellschaft entstanden.
Mehrere Gruppen für Menschen mit beginnender Demenz sowie einzelne
Erkrankte haben daran mitgewirkt. Sie sind sich einig, dass ein Leben mit
Demenz noch lange selbstbestimmt möglich ist. Sie möchten aktiv bleiben
und weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben.
Teil der Broschüre ist ein „Verständniskärtchen“ im
Scheckkartenformat mit der Information „Ich habe Demenz. Bitte haben Sie
etwas Geduld“. Es kann überreicht werden, wenn es z.B. an der
Ladenkasse mit dem Bezahlen nicht so schnell geht, wie erwartet. Menschen
mit Demenz fällt es in solchen Situationen manchmal schwer, die
richtigen Worte zu finden.
„Die meisten Broschüren zum Thema Demenz wenden sich an Angehörige.
Doch genau so wichtig ist es, dass Menschen mit Demenz selbst
Informationen darüber erhalten, wie sie möglichst gut mit der Krankheit
leben können“, sagte die 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer
Gesellschaft, Heike von Lützau-Hohlbein. Dank der finanziellen
Unterstützung des Projekts durch das Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend kann die neue Broschüre kostenlos abgegeben
werden.
Derzeit leben in Deutschland etwa 1,5 Millionen Menschen mit
Demenzerkrankungen. Ungefähr zwei Drittel davon leiden an der
Alzheimer-Demenz. Ihre Zahl wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern
kein Durchbruch in der Therapie gelingt

Die Broschüre
Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Hrsg.): Was kann ich tun? Tipps und
Informationen für Menschen mit beginnender Demenz. Reihe Informationen
für Menschen mit Demenz, 1. Auflage 2014, 56 Seiten, kostenlos.
Bestellungen: 030 / 259 37 95-14. Die Broschüre lässt sich unter folgender Adresse auch als PDF herunterladen: www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/alz/broschueren/was-kann-ich-tun.pdf