vignette_mielenzIm Koalitionsvertrag 2013 zwischen CDU, CSU und SPD sind als “Bevölkerung” Familien, Kinder, Jugendliche, Eltern und Großeltern (sowie Frauen und Männer unabhängig vom Familienstatus) in so gut wie allen Politikbereichen betroffen, wenn es z.B. darum geht, Zukunftschancen zu sichern, demografischen Wandel zu gestalten, Beschäftigungsmöglichkeiten zu verbessern, guten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, Gesundheitsversorgung und Pflege zu verbessern, mehr in Bildung und Forschung zu investieren u.v.a.m.
Unter der Überschrift “Zusammenhalt der Gesellschaft” findet sich das Kapitel “Familie stärken”. Dabei geht es u.a. um
die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um die Qualität der Kinderbetreuung durch Ganztagsangebote und Sprachförderung, um ein weiteres Investitionsprogramm für Kinderkrippen, um die Unterstützung familienbewusster Arbeitszeiten, Verbesserungen von Elternzeit und Elterngeld. Aktive (?) Väter sollen in der Familie und in der Kindererziehung gestärkt werden, um eine partnerschaftliche Aufgabenteilung zwischen Mann und Frau in Familie und Beruf zu erreichen; für Alleinerziehende soll es mehr steuerliche Entlastungen geben. Weitere Stichpunkte sind die Sicherung des Netzwerkes “Frühe Hilfen” zur Verbesserung des Kinderschutzes in den ersten Lebensjahren, Weiterentwicklung der Jugendpolitik sowie Mädchen- und Jungenpolitik. Das umstrittene Betreuungsgeld bleibt.
Und was gibt es für die ältere Generation, d.h. für Großeltern? Aufgefallen ist mir eigentlich nur die Mütterrente und die Rente mit 63 (wenn man bis zu diesem Alter 45 Beitragsjahre geschafft hat), beides unzweifelhaft teure Maßnahmen, die schon gleich die Kritik der jüngeren Abgeordneten hervorgerufen haben.
Hier alles aufzuzählen, würde den Rahmen eines Blogs sprengen, immerhin ist der Koalitionsvertrag in der Sonderausgabe der SPD-Mitgliederzeitung “Vorwärts” 94 Seiten lang und eng beschrieben. Nur wenige thematische “Einigungen” zwischen den potenziellen Regierungsparteien sind ganz konkret, viele bleiben Willenserklärungen mit noch viel Arbeit, diese umzusetzen, wenn es denn überhaupt dazu kommt…. Da fällt mir nur noch Alice Munro ein, die in einem Interview ihre Situation beim Schreiben ihrer Kurzgeschichten so dargestellt hat, “es ist ein Glück, wenn die Geschichten zu einem guten Ende kommen”.