vignette_mielenzVor Kurzem saßen wir im Kreis unserer Freunde zusammen, alle Großeltern, und hatten einen regen Austausch über unsere Enkelkinder, die zu den Festtagen zu Besuch waren. Da zwei Familien noch sehr kleine Enkelkinder haben, kam es zu folgenden Äußerungen: Die Kleinen haben uns voll und ganz beschäftigt, mit meiner Tochter habe ich kaum über andere Dinge sprechen können, dauernd sind wir den Kleinen in der Wohnung nachgelaufen, in der Wohnung herrschte Chaos, es gab keinen Platz, der nicht mit Kindersachen belegt war, die ganze Wohnung wurde zum Spielplatz … warum gibt es keine Laufgitter mehr?
Tatsächlich haben Laufgitter eine lange Geschichte, schon die Urgroßeltern benutzten solche “Ställchen”, z.B. um sich von der Kinderbetreuung zu entlasten und in Ruhe Hausarbeiten erledigen zu können. Auch heute sind die Motive für den Einsatz von Laufgittern (oder Laufställen) keine anderen, schließlich gibt es ja immer mal was zu erledigen und sei es nur, dass man jemand an der Haustür begrüßen muss.
Im Laufgitter sind die Kinder sicher und geschützt und sie können nicht überall da rumkrabbeln, wo sie es nicht sollen.
So verwundert es nicht, dass die Mehrheit der Eltern für ihre noch kleinen Kinder Laufgitter angeschafft haben, die es gut ausgestattet in einer riesigen Angebotsfülle gibt (Hunderte Fotos verschiedenster Laufgitter im Internet). Zum sich Aufrichten und zum Laufen üben, seien Laufgitter sowieso gut geeignet.
Allerdings gibt es auch Eltern, die meinen, dass durch Laufgitter das Bedürfnis der Kinder, sich frei zu bewegen, sehr eingeschränkt werde, dass sie in so kleinem Raum kaum “die Welt” erkunden können und dass die Kinder im Laufgitter sich selbst überlassen blieben.
Laufgitter – ja oder nein? Vieles spricht für den Einsatz eines Laufgitters, manches auch dagegen. Bei unseren Großelternfreunden war die Meinung einheitlich: Alle waren dafür, denn sie hatten bei den eigenen Kindern mit Laufgittern gute Erfahrungen gemacht.