Einen Hund müsste man nicht nach der Bedeutung eines morgendlichen Spaziergangs fragen: Der Vierbeiner fordert einen solchen regelrecht ein und verschafft Herrchen oder Frauchen damit ebenfalls körperliche Bewegung. Wenn die Menschen zu lange im Bett verweilen, kann der Mitbewohner seiner Forderung mit ziemlich viel Nachdruck nachkommen. Bei objektiver Betrachtung gibt es aber auch für Menschen ohne das benannte Haustier allerlei Gründe dafür, die federn zu verlassen und den Tag mit einem Spaziergang zu beginnen. Ein solcher macht Spaß – und wirkt in vielfältiger Form auf die Gesundheit.

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Die Knochen und Gelenke freuen sich über Bewegung

Gerade bei weniger schönem Wetter fällt das Aufstehen doppelt schwer. Trotzdem sollte man beherzt zum Regenschirm greifen und rausgehen. Das gilt auch und insbesondere für Menschen mit Gelenkproblemen: regelmäßige Bewegung stärkt die Gelenke und macht sie belastbarer. Rund drei Stunden Spazieren Gehen beziehungsweise Wandern pro Woche reichen aus, um bei Arthritis einen Gutteil der ursprünglichen Bewegungsfähigkeit wiederzuerlangen. Besonders gut wirkt die Bewegung am Morgen, denn die während der Nachtruhe kaum genutzten Gliedmaße lassen sich so wunderbar in den Bewegungsmodus versetzen.

Spaziergänge lindern Depressionen

Das geistige Wohlbefinden und die allgemeine Zufriedenheit hängen stark von der körperlichen Bewegung ab. Das gilt für gesunde Menschen, aber im besonderen Masse auch für unter Depressionen leidende Personen. Wissenschaftler konnten feststellen, dass sich zahlreiche Menschen mit diagnostizierter Depression nach einem Spaziergang deutlich besser fühlen. Ein morgendlicher Spaziergang eignet sich wunderbar, um konstruktiv über den anstehenden Tagesablauf nachzudenken. Auch unangenehme Aufgaben oder Termine lassen sich anschließend deutlich besser bewerkstelligen.

Spaziergänge verbessern den Energiehaushalt

Adipositas ist keine Frage des Alters, sondern des Energieumsatzes. Wer vom Schokoriegel bis zur Rosinenschnecke viele leere Kalorien konsumiert, die aufgenommene Energie aber nicht verbrennt, wird sie in Form von Hüftgold am eigenen Körper wiederfinden. Die Bewegung am Morgen sorgt bereits dafür, den Energiestoffwechsel in Gang zu setzen. Das süße Brötchen zum Frühstück muss also nicht zwingend auf die Verbotsliste. Es schmeckt als Belohnung für einen morgendlichen Spaziergang aber gleich doppelt so gut.

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Spaziergänge wirken stressreduzierend

Stress ist Kopfsache. Aber nicht nur: Wer Stress verspürt, sollte sich viel bewegen, da der Körper überschüssige Stresshormone dabei besonders gut abbauen kann. Ein jeder weiß, dass man mit Groll und Wut im Bauch nicht gut in den Tag starten kann. Je nach anstehendem Tagesplan ist beides aber nicht immer komplett zu vermeiden. Ein morgendlicher Spaziergang ist in dieser Hinsicht eine Wohltat: Der Körper bekommt frische Luft, die Muskeln haben zu tun und der Kopf wird frei von trüben Gedanken. Übrigens gilt das nicht nur für morgens, sondern auch für den Abend: Ein Spaziergang vor dem Schlafengehen sorgt dafür, dass man nicht mit Stress und Unruhe zu Bett geht. Vielmehr ist der Körper nach der leichten Anstrengung entspannt, was zu einem besseren, erholsamen Schlaf führt.

Übrigens:

Es gibt Anzeichen, dass sich durch regelmäßige Spaziergänge zahlreiche Krankheiten vermeiden oder lindern lassen. Hierzu können etwa Diabetes, Bluthochdruck und Alzheimer genannt werden. In diversen Studien weltweit wird untersucht, inwiefern ein Spaziergang als präventive Maßnahme wirkt, um nicht an bestimmten Krankheiten zu erkranken. Andere Studien befassen sich mit der Frage, bei welchen Symptomen regelmäßige Spaziergänge zu einer Linderung und einer allgemeinen Verbesserung des Befindens sorgen. Einig ist sich die Forscher Gemeinde in der Feststellung, dass Spazierengehen zahlreiche positive Effekte hat und sich dadurch insgesamt lebensverlängernd auswirkt. Alleine das sollte schon Ansporn genug sein, sich tagtäglich an der frischen Luft zu bewegen. Am besten gleich am frühen Morgen, denn um diese Zeit stehen dem Spaziergang meistens noch keine anderen Aufgaben entgegen.

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