Gerade wieder hat der Nürnberger Christkindlesmarkt in der Bewertung seiner Besucher Spitzennoten erhalten, was das Ambiente und die Angebote der Stände betrifft. Ganz besonders schön ist der Kinderweihnachtsmarkt mit historischen, bunt bemalten Karussellen, vielen Buden mit Leckereien und Dingen für Kinder und vor allem mit dem Sternenhaus mit Theater, Märchen und Tanzaufführungen für Kinder (und Großelten). Einziger Nachteil: Auf dem Weinachtsmarkt kann es schon mal richtig voll und drängelig werden.
Das wissen offenbar auch unsere 4 und 6 Jahre alten Enkelsöhne. Als wir sie fragten, ob sie denn Lust hätten, mit uns Großeltern auf den Christkindlesmarkt zu gehen, war ihre Reaktion eher zögerlich. “Ob denn die Mama auch mitgehen würde”?
Und “ob wir ohne die Mama gut auf sie aufpassen könnten”, damit sie im Gedränge nicht verloren gehen. Nach längerem Zureden waren sie schließlich guten Mutes, saßen aber dennoch total ängstlich auf dem Rücksitz unseres Autos und fürchteten Schreckliches. Sie hatten einfach kein Zutrauen in uns Großeltern, dass sie bei uns sicher sind.
Wir haben dann beschlossen, mit unseren Enkelsöhnen keine Experimente zu wagen, sind wieder nach Hause zurückgefahren, haben ihnen ein Schild mit Namen und unserer Handynummer drauf um den Hals gehängt, damit gar nichts Schlimmes passieren kann und siehe da, die Angst war weg. Unnötig zu erzählen, dass wir einen wunderschönen und entspannten Nachmittag auf dem Weihnachtsmarkt hatten und von dem Schild kein Gebrauch gemacht werden mußte. Da ja wirklich immer wieder Kinder im Gedränge verloren gehen, ist das “Schild um den Hals” doch eine gute Idee gewesen?