Als ich das letzte Mal im Kino war und mir den langsamsten Agentenfilm aller Zeiten angeschaut habe, kam die Vorankündigung für den Film, den ich heute vorstellen möchte. Best Exotic Marigold Hotel heißt er. Darin geht es um einige Ruheständler, die aus dem verregneten England nach Indien aufbrechen, um dort zu leben. Natürlich verläuft ihre Reise ganz anders als geplant. Denn die teilweise snobistischen Engländer stoßen auf eine Kultur, die ganz anders ist als sie erwartet haben. Der Zusammenprall der Kulturen wird mit dem Aufeinandertreffen verschiedener Lebensalter gekoppelt und heraus kommt ein beschwingetes Kinoerlebnis. “Ein gute Laune Film”, nannte es ein Kritiker.
Genau, gute Laune, das braucht man am Ende eines langen und kalten Winters. Nächste Woche schaue ich ihn mir an. Ab heute läuft er in den meisten deutschen Kinos. Wer es vor mir in den Film schafft, sollte mir hier per Kommentarfunktion sagen, ob es sich wirklich lohnt. Ich glaube schon.
Interessant finde ich, dass im Moment jede Menge Filme anlaufen, die ältere Menschen zu Helden des Alltags machen. Anfang April startet der Film mit Geraldine Chaplin (67 Jahre) und Daniel Brühl. “Und wenn wir alle zusammen ziehen? ” heißt er und hat schon einige Vorschusslorbeeren eingeheimst. Er ist wahrscheinlich mit ebenso leichter Hand inszeniert wie “Zusammen ist man weniger allein”, den ich auch sehr schön finde. In dieser Geschichte kümmern sich die Jungen auch um die Alten und das auf eine ganz unspektakuläre Weise – nämlich auf franzöische Art.