Darüber habe ich schon einmal in meinem Enkelblog berichtet, dass mein Mann, seitdem er nicht mehr arbeiten muss, sich rührend um unsere 2- und 4-jährigen Enkelkinder kümmert, die mit ihm beinahe alles anstellen können. Da hat er viel Zeit und Geduld, spielt schon mal das Reitpferdchen, rutscht auf dem Boden rum, tobt mit den Enkelkindern – erstaunlich – wie ich finde, denn ohne Enkelkinder tun ihm immerzu “die Knochen weh”. Fast scheint es so, als wolle er mt unseren Enkelkindern alles nachholen, was er mit unseren Kindern versäumt hat.
Aber einen Haken hat sein Spaß mit den Enkelkindern doch, der Opa ist halt sehr streng und kann schon mal sehr heftig werden. Unsere Schwiegertochter findet das ganz “unmöglich” und hat vorgeschlagen, dass wir einen Großelternkurs besuchen, weil sich in der Erziehung der Kinder in den vergangen Jahren so Einiges geändert hat und unser Verhalten, insbesondere das von Opa, ganz und gar nicht den neueren Erkenntnissen entspricht.
Also haben wir einen solchen Großelternkurs besucht. Erst kamen wir uns ziemlich komisch vor (schließlch haben wir drei Kinder großgezogen), dann aber fanden wir die Vorträge, Diskussionen und vor allem den Erfahrungsaustausch mit anderen Großeltern sehr interessant.
Und was passiert jetzt? Mein Mann hat sich in Erziehungsfragen zum “Enkelexperten” entwickelt. Unbefangenes Miteinander ist fast nicht mehr möglich, alles wird beleuchtet, hinterfragt und diskutiert, ob es denn für die Enkelkinder richtig und gut sei, dies oder jenes zu tun oder eben auch nicht.
Da hoffe ich nur, dass sich das wieder “normalisiert”?