Immer wieder ist davon die Rede, dass es in Zukunft mehr ältere und alte Menschen geben wird und dass es die Jungen nicht mehr schaffen können, die Renten der vielen Alten zu erarbeiten. Der Generationenvertrag, der Jahrzehnte das Miteinander von Jung und Alt in der Rentenversicherung geregelt hat, wird nicht mehr “halten” – auch wenn die jetzt arbeitende Generation erst mit 67 Jahren (oder noch später ?) die vollen Rentenansprüche erworben haben wird.
Wenn ich allerdings meine zwei Enkelkinder sehe, die gerade nach ihrer Berufsausbildung angefangen haben zu arbeiten, dann frage ich mich doch, ob das vorausgesagte Scheitern des Generationenvertrages seine Ursachen nur im Ungleichgewcht zwischen Alt und Jung hat. Auch in der Arbeitswelt steht es für junge Menschen ja nicht gerade zum Besten. Unser Enkelsohn hatte große Probleme, überhaupt eine Arbeit zu finden, jetzt hat er einen “Job”, schlecht bezahlt und nur von kurzer Dauer. Meine Enkeltocher macht für ein halbes Jahr ein “Praktikum”, da verdient sie eigentlich fast nichts. Für beide ist ungewiss, wie es weitergehen wird. Klar ist aber, dass sie nicht nur selbst eine bescheidene Rentenerwartung haben, sondern dass für Alte auch nichts in die Kasse kommen wird.
Da kann man schon ein schlechtes Gewissen bekommen, dass man alt ist und dass unsere Rente “sicher” ist?