vignette_mielenzWir sind uns nicht sicher, aber wir meinen, dass wir in unserem Testament gleich unsere beiden Enkel berücksichtigen sollten und nicht unseren Sohn, wie das in der Erbfolge allgemein üblich ist. Mein Mann sagt, dass unser Sohn auf seinen Pflichtteil verzichten sollte, zumal er in unserem (bescheidenen) Häuschen sowieso nicht wohnen wird, er hat längst ein eigenes gebaut.
Unsere Enkelkinder würden unser Haus vermutlich auch nicht bewohnen wollen, sondern es wohl  verkaufen, obwohl sich zurzeit  alte Häuser in ländlichen Lagen eher schlecht verkaufen. Aber wenn unseren Enkelkindern der Verkauf gelingt, dann könnten sie sich das erhaltene Geld  teilen. Keiner würde  finanzielle Schwierigkeiten kommen, weil er den anderen auszahlen muss. Eine gute Lösung, finde ich, wenn da nicht auch einige “Zwischentöne” wären.
Ich vermute, dass unser Sohn ganz und gar nicht nicht begeistert sein wird, denn wenn er erben würde, wären als nächstes doch seine Kinder (also unsere Enkelkinder) dran. Er sagt, dass alle von dem Verkauf profitieren würden  und die ganze Familie könnte sich zusammen was leisten.
Bei meinem Mann vermute ich andererseits die Hoffnung, dass vielleicht doch unsere Enkeltochter bei uns einziehen würde, wenn es uns nicht mehr so gut gehen sollte und wir jemand zu unserer Unterstützung brauchen, um möglichst lange zu Hause bleiben zu können. Irgendwie hat er die Hoffnung, das über das Testament bewirken zu können. Über eine Schenkung an die Enkelkinder mit einem lebenslangen Nutzungs- und Wohnrecht für uns hat er auch schon nachgedacht.
Vielleicht brauchen wir doch professionelle Hilfe beim Nachdenken, wie wir unseren Nachlass zugunsten unserer Enkelkinder am besten regeln?