vignette_nosseck_bockDas letzte SZ Magazin hat sich dem Thema Mode gewidmet. Aber anders als die Konkurrenz, das Wochenblatt aus Hamburg, wählten die Münchner keine besonders hippen Jugendlichen, sondern setzten auf eine raffinierte Idee. Die Redaktion kombinierte junge Mode mit einem alten Spiel: dem Kreuzworträtsel. Wer jemals ein Druckerzeugnis für Ältere konzipiert hat, weiß: Ohne Kreuzworträtsel geht nichts.
Nachdem die Süddeutsche Zeitung ebenso wie viele andere Tageszeitungen in Deutschland über eine Leserschaft verfügen dürfte, die zu einem großen Teil 50 plus ist, punktet sie mit dem ungewöhnlichen Mix und er funktioniert. Ich habe auch versucht, die Rätselfragen zu lösen, die sich meist unmittelbar auf die Modefotos der Seite bezogen haben. Nicht immer erfolgreich allerdings. Aber, wenn ein Vertreter der Generation 20 plus einem dabei hilft, geht es doch viel einfacher. Die Jungen schauen sich die Fotos an und entdecken dabei angesagte Kleidungsstücke, die man jenseits der Lebensmitte wohl kaum noch tragen würde.
Ich beglückwünsche die SZ-Magazin-Kollegen zu dieser Idee. Will die Tagespresse überleben, muss sie nicht nur auf crossmediale Elemente wie Print-Online-Verknüpfungen setzen, sondern auch auf Generationen verbindende Elemente.
Bitte mehr davon!

Das SZ Magazin kombiniert Modefotos mit Kreuzworträtsel. Foto: Nossek-Bock

Das SZ Magazin kombinierte Modefotos mit Kreuzworträtseln. Foto: Nossek-Bock