Wer dieses Plakat erspäht, tritt automatisch auf die Bremse. Je nach Alter bricht er dann in herzhaftes Lachen aus oder schüttelt den Kopf angesichts des verunglückten Textes.  Foto: Schaffer

Wer dieses Plakat erspäht, tritt automatisch auf die Bremse. Je nach Alter bricht er dann in herzhftes Lachen aus oder schüttelt den Kopf angesichts des verunglückten Textes. Foto: Schaffer

Es ist schon erstaunlich, wie schräg mancher Werbespruch daherkommt. In vielen Fällen ist das gewollt, denn schlechtes Deutsch hilft die Botschaft im Gedächtnis der Verbraucher zu verankern. Man denke nur an das legendäre “da werden Sie geholfen” von der eigentlich schon in Vergessenheit geratenen Verona Poth, früher Feldbusch. Es klappt auch in anderen Zusammenhängen. Da dichtete die Agentur eines großen Elektromarktes: So muss Technik. Damit erreicht sie wahrscheinlich die Generation, die per SMS ohnehin bereits an ein verkürztes Deutsch gewöhnt ist, das ihren Lehrern die Haare zu Berge stehen lassen.
Die würden auch bei dem Plakat des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) kräftig auf die Bremse treten, wenn sie es erspähen. Derzeit hängt dies im Nürnberger Stadtgebiet und verkündet: Der ASB unter den Pflegediensten. Was soll mir das sagen? Eigentlich heißt es ABS. Also Anti-Blockier-System. Doch wer hätte gedacht, dass ein Pflegedenst etwas behindert. Besonders, wenn er eine Fahrzeugflotte unterhält.
Noch kurioser wird es bei dem Zusatz: Wir können Sie drehen und wenden. Bitte? Wie soll ich das drehen und wenden? Ist es da nicht besser, wenn der zu Pflegende blockiert.
Liebe Werbetexter: Das ist einfach Mist, was Ihr da gedichtet habt. Da wendet sich nicht nur der Senior, die Seniorin mit Grausen, das dreht sich mir auch etwas um.