In letzter Zeit ist viel von mobilen und aktiven Senioren die Rede. Dieses Altersbild ist eines, das vor allem Politiker gerne hoch halten. Doch wie sieht es aus, wenn jemand ein Ehrenamt oder neuerdings einen freiwilligen Dienst übernommen hat? Er muss von A nach B kommen, von seiner Wohnung zum Einsatzort. Das ist bei den horrenden Benzinpreisen teuer. Natürlich könnte er auch mit dem Fahrrad fahren. Schließlich handelt es sich in der Regel ja um einen fitten Alten. Aber wie steht es bei miesem Wetter? Ich denke, die meisten sind dann froh, wenn sie in ihr Auto steigen können oder in ein öffentliches Verkehrsmittel. Diese werden aber auch gerade teurer. Die Stadt Erlangen ist ein Beispiel dafür. Hier sollen die Preise für die Tickets um bis zu 30 Prozent steigen.
Wie reagiert die Politik darauf? Sie verbeißt sich in die Pendlerpauschale. Die steht aber im Ehrenamt tätigen Senioren nicht zu. Nein sie schließt Rentner aus. Daher halte ich eine solche Diskussion zur Entlastung lediglich eines Teils der Bevölkerung, nämlich dem berufstätigen und das Ausblenden der anderen, immer größer werdenden Gruppe der Ruheständler für unseriös. Es wird Zeit, dass die Politik hier umdenkt. Wenn sie schon die Älteren ständig auffordert, aktiv zu sein und sich für die Gesellschaft zu engagieren, sollte man sie auch ernst nehmen. Dazu gehört, über finanzielle Entlastungen im Zusammenhang mit den hohen Mobilitätskosten nachzudenken.