Mir war das nie bewusst, dass die Automobilbranche ein Selbstverständnis hat, das mit dem demografischen Wandel ins Wanken gerät. Jung und dynamisch, sportlich und flott soll der ideale Autokäufer sein. Ich füge noch hinzu, obwohl dies von der jetzt in den Medien aktuell zitierten Studie nicht die Rede ist: männlich. Denn für Frauen bauen nur die wenigsten Hersteller ihre Wagen. Ja, die berühmte Familienkutsche, die gibt es schon seit vielen Jahren. das lehrerauto auch. Der Handwerkerwagen ist ebenfalls meist von weitem zu erkennen. Jetzt kommt noch die seniorenfreundliche Produktlinie hinzu. Nur darf das keiner merken, denn sonst fürchten die Autohersteller einen Imageverlust.
Das verstehe ich nicht. Unser neuer Mitblogger Matthias Fargel hat mir mal erzählt, dass die Gelädnewagen eigentlich die besten altengerechten Fahrzeuge sind, die er kennt. Ja, das leuchtet ein. Man steigt besser ein und fährt mit deutlich erhobener Position. Sollte man die SUVs als Seniorenfahrzeuge vermarkten? Warum nicht? Würden sie dann vom Markt verschwinden? Wohl kaum. Schließlich ist der durchschnittliche Neuwagenkunde 50 plus.
Nun, wir vom Magazin 66 haben schon vor längerer Zeit nachgefragt, was ein Senioren gerechtes Auto auszeichnet. Beispielsweise die Möglichkeit, den Kinderwagen der Enkel in den Kofferraum zu heben, ohne sich dabei zu verrenken. Oder ein übersichtliches Cockpit mit allen wichtigen Anzeigen.
Uns ist bewusst, dass ein Porsche durchaus auch als altenfreundlich durchgehen kann. Schließlich besitzen die meisten Menschen erst in der zweiten Hälfte des Lebens das nötige Kleingeld, um sich einen solchen teuren Flitzer zu leisten. Das Hineinfalten in den Sportwagen hält ja auch jung.
Welches Autos bevorzugen Sie?