Da war sie, die Bestätigung meiner These, dass ältere Internetnutzer sich anders verhalten als jüngere. Ja, ich weiß. Es existieren bestimmt schon fundierte Studien zu diesem Thema. Aber ich bin eher eine Feldforscherin. Das bedeutet: Ich sehe die praktischen Anwendungen fast täglich beim Umgang mt dieser Zielgruppe.
Neulich hat ein erfahrener Kollege, der in punkto Internet viele jüngere locker in die Tasche steckt, einen Artikel gesucht. Er rief die Internetseite auf, scrollte sie herunter, lange und geduldig, bis er beim Gesuchten gelandet war. Die jüngere Kollegin, die daneben stand, staunte. Dann fragte sie, ob sie bei dem nächsten Beitrag behilflich sein könne? Sie gab einfach den Oberbegriff in die Suchmaske ein und binnen Sekunden stand der Artikel auf dem Schirm.
Für Netnographen, die sich seit längerem mit den Sitten und Gebräuchen der Netzgemeinde beschäftigen, sind die unterschiedlichen Gewohnheiten sicher erklärbar.
Trotzdem: Wer auf die Suchfunktion zurückgreift, spart Zeit. Wenn man nur mal so rumsurfen möchte und ganz nebenbei auch das findet, was man gesucht hat, dann ist die Seiten-Rrunterscroll-Methode sicher die bessere.
Wenn es Studien, ganz speziell zum Nutzerverhalten von Senioren im Netz gibt, wovon ich ausgehe, freue ich mich über die entsprechenden Links.