Frische für den Winter: Gartengemüse können Hobbygärtner gut haltbar machen. Foto: meine ernte

Nichts schmeckt im Winter besser als Gemüse aus dem eigenen Garten. Damit Hobbygärtner die Erträge ihrer Arbeit auch in der kalten Jahreszeit richtig genießen können, muss das Gemüse haltbar gemacht werden. Das Team von meine ernte Team stellt deshalb hier gängige Methoden der Verarbeitung mit Tipps und Tricks vor.

Außerdem verrät es noch leckere Rezeptideen.Der Sommer hat uns mit dem frischen Geschmack von Zucchini, Rote Bete, Spitzkohl, Möhren und Tomaten verwöhnt. Für den Herbst und Winter lassen sich die Gemüsesorten durch Einfrieren, Einkochen, Fermentieren und Dörren haltbar machen.

Einfrieren – unverarbeitet oder als frisches Gemüseeis

Beim Einfrieren von Gemüse ist die richtige Vorbereitung besonders wichtig. Friere niemals das Gemüse im Ganzen ein, sonst wird es beim Auftauen schnell matschig. Schneide ist in kleine Stücke und friere es schon portionsgerecht ein. Einige Gemüsesorten solltest Du zudem vor dem Einfrieren blanchieren. Kleingeschnittenes Gemüse kommt zunächst in sprudelnd kochendes, salziges Wasser für 3 – 8 Minuten, je nach Gemüsesorte. Dann wird das Gemüse mit kaltem Wasser abgeschreckt. Enzyme und Keime werden so ausgeschaltet und das eingefrorene Gemüse ist länger haltbar. Zucchini oder Pilze können auch roh, ohne Blanchieren, eingefroren werden, sind damit aber die wenigen Ausnahmen. Gut geeignete Sorten: Möhren, Blumenkohl, Brokkoli, Spinat, Mangold, Bohnen, weniger geeignete Sorten: Tomaten, Auberginen, Kräuter wie Basilikum. Tipp: Bereite Dein eigenes Gemüse-Eis zu. Kombiniere neutrale Gemüse-Sorten wie Zucchini mit zum Beispiel Aprikosen, Erdbeeren oder Brombeeren. Rezeptideen findest Du bei meine ernte unter https://www.meine-ernte.de/besserleben/gemuese-eis.

Einkochen: Gemüse essen wie bei Oma

Unter Hitze wird die Ernte luftdicht in Gläser verpackt. So kannst Du sie noch einige Wochen bis zu einem Jahr später genießen. Die herzhafte Marmeladen-Variante, das Gemüse-Chutney, ist ein sehr beliebtes Topping für Brote und ein super Gastgeschenk beim Grillabend. Außerdem gibt es noch das saure Einmachen, also das Einkochen in einem Essigsud. Durch den Essig wird das Gemüse zwar etwas weicher in der Konsistenz, aber auch gut konserviert haltbar gemacht. Gut geeignete Sorten: Zucchini, Gurken, Kürbisse, Paprika. Weniger geeignete Sorten: alle Blattgemüse wie Mangold, Spinat, Kohl. Tipp: Koche Deinen eigenen Gemüseketchup ein. Klassisch aus Tomaten oder auch aus Zucchini oder Rote Bete. Rezeptideen findet man hier: https://www.meine-ernte.de/rund-um-den-gemuesegarten/gemuese-einkochen/.

Fermentieren garantiert würzige Geschmackserlebnisse

Das Fermentieren ist die lebendige Haltbarmachung von Gemüse durch das Einlegen in einer Salzlake. Die Bildung von Milchsäurebakterien wird gefördert, andere Bakterien und Keime können sich durch die salzigen Bedingungen nicht ausbreiten. Fermentation ändert den Geschmack: Zwiebeln werden mild bis süßlich, Kohl wird sauer und kräftig – ein wahres Geschmackserlebnis ist es in jedem Fall. Gut geeignete Sorten: Kohl, Radieschen, Möhren, Zucchini, Kürbis, Zwiebeln, Rote Bete. Weniger geeignete Sorten: Tomaten, Paprika, Blattgemüse wie Spinat. Tipp: Experimentiere mit der Zugabe von Kräutern und Gewürzen wie Knoblauch, Pfefferkörner oder Rosmarin. Das sieht nicht nur sehr hübsch aus, sondern ermöglicht auch immer neue Geschmäcker. Hier gibt’s leckere Rezepte: https://www.meine-ernte.de/besserleben/fermentieren/.

Dörren bringt Gemüse-Snacks für unterwegs

Durch das Trocknen von Lebensmitteln wird eine höhere Haltbarkeit erreicht. Je niedriger der Wassergehalt, desto haltbarer ist das getrocknete Lebensmittel auch. Dörren kannst Du mit entweder mit einem Dörrgerät, oder auch an der Sonne oder im Backofen. Gedörrte Lebensmittel sind zum Beispiel: Gemüsechips in allen Würzvariationen, selbstgemachte Gemüsebrühe, getrocknete Kräuter für Wintertees, Fruchtleder aus Beeren, Äpfeln oder Birnen. Gedörrt werden können tatsächlich alle Gemüsesorten, je nach Wasseranteil variiert nur die Zeit und Temperatur des Dörr-Vorgangs. Tipp: Gemüsechips oder Fruchtleder sind ein idealer, gesunder Snack für unterwegs und bei Kindern sehr beliebt. Alles zur Zubereitung findet man unter https://www.meine-ernte.de/besserleben/doerren/.

Weiterführende Rezeptideen verrät das Team von meine ernte hier:

Guten Appetit und viel Freude bei der hoffentlich reichen Ernte!