Anzeige

Online-Talk: Schmerzfrei gehen trotz Arthrose

Dr. Dimitrios Vlachos – hier im Gespräch mit einem Patienten – ist Experte für ­Hüfterkrankungen in den Nürnberger DR. ERLER KLINIKEN.

Egal ob beim Laufen, Springen, Tanzen, Stehen, Sitzen oder Bücken: Bei nahezu jeder Bewegung spielt das zweitgrößte Gelenk unseres Körpers (nach dem Knie) eine wichtige Rolle: die Hüfte. Aber den meisten Menschen wird dies erst bewusst, wenn das Verbindungsstück zwischen Oberkörper und Beinen plötzlich Probleme macht. Vor allem Schmerzen schränken dann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein. Ursache ist meistens eine Arthrose, eine Verschleißerkrankung des Gelenks.

»Menschen jeden Alters können es damit zu tun bekommen. Aber die meisten trifft es zwischen dem 65. und dem 80. Lebensjahr«, erklärt Dr. Dimitrios Vlachos, leitender Arzt für den Schwerpunkt Hüfterkrankungen an den DR. ERLER KLINIKEN in Nürnberg. Nekrosen, Verletzungen des Knochens nach einem Bruch oder Hüftreifungsstörungen, sogenannte Dysplasien, können dazu führen, dass auch jüngere Menschen mit Hüftproblemen zu kämpfen haben. Meist stellt ein niedergelassener Orthopäde nach einer Röntgenaufnahme oder einer Kernspin-Untersuchung die Diagnose. Mit Schmerzmitteln, Physiotherapie, Krankengymnastik oder manueller Therapie – kurz: mit allem, was beim Bewegungserhalt helfen kann – wird zunächst versucht, eine Operation hinauszuzögern. »Eine konservative Behandlung hat immer Vorrang, aber oft sind hier alle Möglichkeiten irgendwann ausgereizt. Dann bleibt nur noch die OP«, sagt Vlachos. Wenn Patienten dauerhaft Schmerzmittel brauchen, um durch den Tag zu kommen, wenn sie sich im Alltag immer mehr einschränken und ein starkes Bewegungsdefizit hinnehmen müssen, dann leidet die Lebensqualität. Die meisten Betroffenen, die sich schließlich für ein künstliches Hüftgelenk entscheiden, haben sich schon lange gequält, bevor sie den Weg in eine Klinik suchen.

Höchste Qualitätsstandards

Vlachos rät, für den Eingriff ein Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung zu wählen. Wer sich – wie die Erler-Klinik – so nennen darf, muss in Zertifizierungsprozessen nicht nur eine große Fallzahl nachweisen, sondern auch höchste Qualitätsstandards und eine niedrige Komplikationsrate belegen können. Auch Erfahrungen bei Wechseloperationen, sogenannten Revisionen, bei denen ein bereits vorhandenes künstliches Hüftgelenk ausgetauscht wird, brauchen die Kliniken. Vor einer Entscheidung zur OP können sich die Patienten in einer Sprechstunde genauer über den Eingriff informieren oder auch eine Zweitmeinung einholen. Dazu werden sie nochmals untersucht, denn Hüftprobleme können manchmal auch vom Knie oder der Wirbelsäule verursacht werden. Der Hüftgelenkersatz, so der leitende Arzt, soll eine endgültige Lösung für die Betroffenen sein: »Die Implantate und auch die Operationstechniken sind in den vergangenen Jahrzehnten immer besser geworden. Da würde es uns nicht wundern, wenn eine künstliche Hüfte 30 bis 40 Jahre hält, sofern sie gut sitzt und passt.«

Lange Krankenhausaufenthalte gehören der Vergangenheit an

Früher hat man wegen der geringeren Haltbarkeit der Prothesen die OP oft hinausgezögert, um eine Wechseloperation nach etwa 15 Jahren zu vermeiden. Auch lange Krankenhausaufenthalte nach dem Eingriff gehören der Vergangenheit an. Die Patientinnen und Patienten werden sofort mobilisiert, nach wenigen Tagen können sie in der Klinik bereits wieder 50 bis 100 Meter laufen, Treppen steigen und sich selbst versorgen. Danach geht es entweder kurz nach Hause oder nahtlos in eine ambulante oder stationäre Anschlussheilbehandlung. Der etwa dreiwöchige Aufenthalt soll die Betroffenen wieder fit für alltägliche Aktivitäten machen.

Vlachos warnt allerdings vor Übereifer. Bis Kraft und Stabilität wieder da sind, braucht es Zeit. Die Prothese muss einwachsen und der Muskelaufbau dauert auch. Schwere Tätigkeiten sollten deshalb im ersten Vierteljahr tabu sein. Das Endresultat der Operation wird spätestens nach etwa zwölf Monaten erreicht, schmerzfreies Gehen dagegen können die Patienten bereits nach etwa vier bis sechs Wochen wieder genießen.

In der jüngeren Vergangenheit macht eine relativ neue, minimalinvasive Operationsmethode von sich reden, kurz AMIS (Anterior Minimally Invasive Surgery) genannt. »Patienten kommen oft auch deswegen zu uns, weil wir seit etwa vier Jahren diese Methode anbieten«, berichtet der leitende Arzt. Der Patient liegt dabei auf dem Rücken, und die Ärzte gelangen von vorne über den Oberschenkel ans Hüftgelenk. Das AMIS-Verfahren gilt als muskelschonender.

Verschiedene OP-Methoden

Bei der anderen, »klassischen« minimalinvasiven Methode, die in der Erler-Klinik parallel eingesetzt wird, nutzen die Chirurgen einen seitlich-hinteren Zugang. »Anatomiebedingt ist dieses Verfahren zwar etwas invasiver, aber auch hier wird muskelschonend operiert«, betont der Hüftspezialist. Gewählt wird die OP-Methode, die für den einzelnen Patienten am besten geeignet ist. Durch die Arthrose entstehen nicht selten knöcherne Wucherungen. Wenn sie eher vorne liegen, dann bekommt die AMIS-Methode den Vorzug. Haben sie sich eher hinten gebildet, empfiehlt sich die klassische Methode. Auch die Verteilung der hüftumgebenden Weichteile spielt bei der Entscheidung zur passenden OP-Methode eine wichtige Rolle. Wer Schmerzen bei Belastung oder längeren Gehstrecken bemerkt, die ins Gesäß, die Leiste und den Oberschenkel ausstrahlen können, oder morgens bei den ersten Schritten sozusagen Anlaufprobleme hat, der sollte abklären lassen, ob die Hüfte dahintersteckt.

Manche Zeitgenossen wollen die Diagnose oft nicht so recht wahrhaben und stürzen sich in den Sport. Sie pumpen sich mit Schmerzmitteln voll, um immer noch mehr zu machen – in der Hoffnung, dass ihnen das hilft. »Ich kann nur davon abraten, sich in den Schmerz hineinzuarbeiten«, meint Vlachos. Denn leider lässt sich auch mit größtem Einsatz bei Arthrose nichts wieder aufbauen oder wiederherstellen: »Der Zahn der Zeit nagt eben auch an der Hüfte. Der Verschleißprozess ist irreversibel.«

Text: Karin Winkler
Foto: Dr. Erler Kliniken

Digitaler GesundheitsTalk: Welche Methode ist bei einer Hüft-OP für mich geeignet?

Es beginnt mit Schmerzen und bei zunehmenden Schwierigkeiten stellt sich häufig die Frage: Muss die Hüfte durch ein künstliches Gelenk ersetzt werden? Dr. Dimitrios Vlachos, leitender Arzt für den Schwerpunkt Hüfterkrankungen an den DR. ERLER KLINIKEN in Nürnberg, spricht am Mittwoch, 8. Juli, um 17 Uhr beim digitalen GesundheitsTalk über die Möglichkeiten, konventionell und operativ die Beschwerden der Betroffenen zu lindern. Nach einem Impulsvortrag beantwortet Dr. Dimitrios Vlachos Fragen im moderierten Chat. Die kostenlose Online-Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Magazin sechs+sechzig und den Dr. Erler Kliniken.

Anmeldung für den GesundheitsTalk

Bis Montag, 6. Juli, per E-Mail an info@magazin66.de oder unter service.magazin66.de/gesundheits-talk. Der Zoom Link wird rechtzeitig zugesandt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Zum Inhalt springen