Welche Einrichtung am besten zu den Bedürfnissen des Pflegebedürtigen passt, kann man beim Pflegestützpunkt klären. Foto: epd

Welche Einrichtung am besten zu den Bedürfnissen des Pflegebedürtigen passt, kann man beim Pflegestützpunkt klären. Foto: epd

Fünf Jahre existiert die Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen inzwischen im Nürberger Seniorenrathaus am Hans-Sachs-Platz. Grund für eine kleine Geburtstagsfeier. Denn die Einrichtung hat sich bewährt. Das bekräftigte auch Sozialreferent Reiner Prölß. Die Stadt Nürnberg hatte sich 2011 bewusst für diese Form der Beratung entschieden und ist damit gut gefahren. Nicht mehr so sicher zeigte sich Prölß bei diesem Anlass, ob das Diktum “ambulant vor stationär” noch immer die richtige Losung ist. Hier müsse man zu einer Neubetrachtung kommen. Der Pflegestützpunkt hilft in beiden Fällen. Wenn jemand ins Pflegeheim übersiedeln möchte, wird er ebenso kompetent und Träger unabhängig beraten wie jemand, der noch lange in seinem angestammten Zuhause bleiben möchte.

Leiterin Walburga Dietl hatte schon zuvor Erfahrungen in der zentralen Anlaufstelle Pflege gesammelt. Das ZAPF war ein Vorläufer der heutigen Kooperation mit verschiedenen Anbietern. Diese Zusammenarbeit zwischen Wohlfahrtsverbänden, privaten Anbierten, ehrenamtlich Tätigen funktioniert bis heute. Das unterstrich auch Robert Müller von der AOK Bayern. Diese Krankenkasse war von Anfang an mit von der Partie. Müller, der auch die anderen Trägerkassen vertrat, betonte wie wichtig diese neutrale Anlaufstelle für alle Bürger ist, die sich mit der Versorgung eines gesundheitlich stark beeinträchtigten Menschen befassen müssen. Durch die Neuregelungen in der Pflegversicherung zum Jahreswechsel wird zu einem erhöhten Beratungsbedarf führen. Die sieben Mitarbeiterinnen werden versuchen, mit möglichst kurzen Wartezeiten die Anfragen zu beantworten und Termine anzubieten für ein persönliches Gespräch mit dem Ratsuchenden. Das verspricht die Leiterin Walburga Dietl.

Mit der Schaffung der KOWAB wie die Wohnungsanpassungsberatung genannt wird, ist ein weiterer Baustein ins Beratungsangebot aufgenommen worden.
Im Jahr 2015 wurde die Anlaufstelle 6115 mal kontaktiert. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 23 Prozent mehr.
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