Demenzerkankte in der Wohngemeinschaft. Foto: epd


Demenzerkankte in der Wohngemeinschaft. Foto: epd

Alles, was den gesunden Menschen Freude macht, ist auch für an Demenz Erkrankte erlaubt. Auch mit der Krankheit ist es möglich, schöne Stunden miteinander zu erleben. Die Zauberworte in der Kommunikation heißen Verständnis, Geduld und Sachlichkeit. Es bringt beispielsweise nichts, einen demenzerkrankten Menschen daran zu erinnern, dass er dieselbe Frage vor wenigen Minuten schon einmal gestellt hat. Um angespannte Situationen oder gar Aggression zu vermeiden ist es ratsam, nachsichtig auf Wiederholungen zu reagieren, auch wenn es schwerfällt. Generell sollte möglichst keine Kritik gegenüber dem erkrankten Menschen geübt werden.
Viele an Demenz Erkrankte können Gegenwart und Vergangenheit nicht mehr unterscheiden. Umso wichtiger ist es, dass sie als Angehörige oder Freunde wissen, wie Sie damit umgehen können. Denn Ermahnen und Richtigstellen hilft hier nicht. Sie kennen die Lebensgeschichte dieses Menschen – Sie können dabei helfen, dass das Eintauchen in die Vergangenheit die Lebensfähigkeit in der Gegenwart nicht ganz verhindert.
Als grundsätzlich hilfreich erweisen sich Zettel mit den wichtigsten Informationen für den Alltag, die etwa an Türen oder Schränken befestigt werden. Mit diesen kleinen Erinnerungshilfen, auch in Form von Bildern, wird die Kommunikation für alle Beteiligten erleichtert.
Weiterführende Informationen zum Alltag mit Demenz und Erfahrungsberichte bietet das Informationsportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Hier gibt es Rat und Hilfe zum Thema Demenzerkrankungen, mit der Adressdatenbank können Hilfeangebote vor Ort recherchiert werden.
Der Wegweiser Demenz wird herausgegeben vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend