vignette_nosseck_bockAls eine der wenigen Angehörigen einer relativ rüstigen Seniorin habe ich jetzt einen zehntägigen Urlaub gebucht. Da es sich um eine Flugreise handelt, sind die Kosten relativ hoch. Aber ich habe es abgelehnt, eine Reiserücktrittskostenversicherung abzuschließen. Denn ich glaube, es ist schwieriger im Fall einer Erkrankung meiner Mutter das Geld von der Versicherung zu bekommen als die Stornogebühren selbst zu übernehmen. Jedenfalls bin ich im Zuge dessen auf ein Problem aufmerksam geworden, das sicher nicht nur für mich wichtig ist.
So sollten alle Senioren gründlich das Kleingedruckte studieren, bevor sie eine Reiserückstrittsversicherung abschließen, denn manchmal sind Leistungen ab dem 70. Lebensjahr ausgeschlossen. Doch wer weiß das schon, wenn er auf einem Online-Portal nur ein Häkchen setzen, bzw. entfernen muss, um versichert zu sein.
Zum anderen ist es eine Frage, ob die Versicherung tatsächlich zahlt, wenn ein alter Angehöriger erkrankt. Da gibt es doch sehr viele Ausschlussgründe. Wenn man bedenkt, dass manche Vericherung zwischen 30 und 40 Euo kostet, dann sollte man schon sicher sein, dass sie im Bedarfsfall zahlt.
Die Stornokosten liegen 30 Tage vor reiseantritt bei 20 Prozent. Sollte die Reise 1000 Euro kosten, wäre es billiger als die Rücktrittsversicherung.
Ich habe im Internet nur relativ wenig zu dem Thema gefunden. Aber, wenn ein Vater oder eine Mutter erkrankt und man wollte in den Urlaub fahren, scheint der moralische Druck sehr hoch zu sein. Das ist den Beiträgen in verschiedenen Foren anzumerken.
Also bitte ich diejenigen, die schon Erfahrungen mit einem solchen Fall gemacht haben, z.B. Urlaubsabbruch wegen Erkrankung eines alten Elternteils, hier ihre Erfahrungen zu schildern. Ds ist echte Lebenshilfe.