Langsam stimmt man sich auf das kommende Jahr ein. Was es bringen wird, ist noch ziemlich unklar. Doch eines kann man jetzt schon sagen. Es wird teurer. Während die überdimensionierte Anhebung der Gema-Gebühren erst einmal ausgesetzt wurde und damit die Verteuerung eines Teils des Freizeitangebots zumindest aufgeschoben wurde, greifen dafür die öffentlich-rechtlichen Medien umso unverfrorener in die Taschen der Bürger. Mit einer harmlosen Bilderstory wird erklärt, wie die Umstellung der GEZ am 1. Januar 2013 über die Bühne gehen soll. Die meisten merken davon zunächst nichts, weil sie den Beitrag vom Konto abbuchen lassen.
Der Handel und andere Gewerbetreibende haben dagegen eine drastische Gebührenanhebung zu verkraften. Diese werden sie bestimmt auf die Verbraucher umlegen. Aber zunächst wehren sich sich dagegen.
Dabei ist mir überhaupt nicht klar, warum man nicht die Kosten etwas niedriger gestalten kann. Denn die teure Schnüffelei, die Leute aufspüren sollte, die schwarz fernsehen und Rundfunk hören, fällt ja weg.
Außerdem ist die Gebührenerhebung ungerecht. Wer früher von den Kosten befreit war, weil er ohnehin kaum über die Runden kam, z.B. arbeitslos oder sonst in Not war, muss zum Teil auch bezahlen. Das gilt für Menschen, die gar keinen Fernseher besitzen ebenfalls. Siehe unseren Artikel über die Bedeutung des Fernsehens im Alter hier. Dabei gehören doch die öffentlich-rechtlichen Sender zur medialen Grundversorgung. Das sollte also erschwinglich sein.
Ich finde es völlig unausgegoren, was die Politiker da wieder verabschiedet haben. Der Bürger bleibt wie so oft außen vor. Das Programm ist über weite Teile nur noch eine Zumutung und wird durch diese Art der Gebühreneintreiberei nicht besser. Eine Qualitätsdiskussion findet nicht statt. Stattdessen sichern sich die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ihre Pfründe mit Hilfe der Politik. Hier arbeiten Interessenvertreter Hand in Hand. Denn in den Rundfunkräten sitzen bekanntlich auch Mitglieder der großen Parteien und gesellschaftlichen Institutionen. Sie sollten einen weitgehend kostenlosen Zugang zu den Medien sichern. Geld wäre genügend vorhanden, aber es wird ja gerade benötigt, um Banken und europäische Staaten zu retten oder in teuren Prestigeobjekten verbuddelt. So fängt das Jahr gut an.
Mal sehen, ob sich diejenigen durchsetzen, die gegen den Gebührenwucher gerichtlich zu Felde ziehen. Ich werde das Thema auf jeden Fall weiterverfolgen.
http://www.gebuehrenwucher.de/