Bisher dachte ich immer, der Büroschlaf sei der gesündeste. Böse Zungen behaupten sogar, der Büroschlaf der Angestellten im öffentlichen Dienst sei der erholsamste. Aber darüber gibt es keine Studien. Jedenfalls keine, die ich kenne. Dagegen haben sich Forscher jetzt mit dem Schlaf vor Eintritt ins Rentenalter und danach beschäftigt. Am besten schläft der Mensch nämlich, wenn er in den Ruhestand gegangen ist. Somit hat das Wort doch noch eine Bedeutung. Während sich die aktuelle Seniorengeneration überschlägt mit immer neuen Beweisen ihrer Vitalität, von Fallschirmspringen mit fast 80 über aus ausgedehnte Expeditionsreisen im hohen Alter, ist hier die Natur am Zug.
Wer keinen Arbeitsstress mehr bewältigen muss, die innere Uhr an die äußeren Umstände anpassen kann, darf sich über eine ungestörte Nachtruhe freuen.
Ich muss natürlich ein bisschen schmunzeln, denn so ungestört ist diese Nachtruhe dann doch nicht. Wenn man sich so umhört, müssen viele mal kurz raus zur Toilette. Aber offenbar kann man danach wieder problemlos einschlafen.
Was ebenfalls Mut macht, ist ein weiteres Ergebnis dieser Studie: Wer sich gesund fühlt, schläft nicht nur besser, sondern ist tatsächlich in einer besseren Verfassung als ein Mensch mit gesundheitlichen Problemen.
Also was bleibt? Positiv denken und die Probleme bei vollem Bewusstsein tagsüber angehen.
Auf jeden Fall ist aufgrund solcher Studien der Abschied vom Arbeitsleben kein Grund für schlaflose Nächte, oder?