Das ist die Nachricht, auf die ältrere Frauen schon lange gewartet haben: grau ist das neue schwarz. Das sagt ausgerechnet die Frau, die sich lange öffentlich damit gebrüstet hat, sie lasse ihr Geischt liften, Falten wegspritzen und nehme all das in Anspruch, was die moderne Schönheitsindustrie zu bieten hat. Iris Berben ist nun auf den Pfad des aktiven Alterns zurückgekehrt. Und es steht ihr. Die Frau ist einfach anziehend und mit dem grauen Haaransatz macht sie ihr Gesicht noch interessanter.
Angeblich ist die Wandlung von der begehrenswerten Frau, die noch weit jenseits der 50, genauer mit 61 Jahren, die Männerherzen höher schlagen lässt, rein beruflich bedingt. Aber ich finde, sie könnte dabei bleiben. Schließlich hat sie eine Vorbildfunktion.
Ich möchte jetzt nicht gegen das Haarefärben geenrell zu felde ziehen. Es macht sicher bei vielen Sinn und ich würde es wahrscheinlich auch machen. Die Wandlung der Schauspielerin ist nur ein Zeichen, dass Aklern vielleicht doch nicht als Krankheit zu sehen ist, die mit Mitteln der Chirurgen, Hautärzte und anderer Mediziner zu bekämpfen gilt, sondern als Teil des Lebens, zu dem man stehen sollte.
Nun bin ich gespannt, ob Berbens Beispiel Schule macht.