Jetzt weiß ich es. Ich werde wirklich alt. Woran ich das gemerkt habe? Ganz einfach. Seit kurzem hat Google sein Erscheinungsbild verändert. Nun werde ich gefragt, ob ich nicht die neue Version von Googel-Analytics übernehmen möchte. Ich habe es mir angeschaut. Alles ist übersichtlicher und lockerer im Design. Bloß finde ich leider nicht mehr das, was mich interessiert. Bis ich meine alten Einstellungen wieder gespeichert habe, so dass sie bei jedem Aufruf automatisch angezeigt werden, benötige ich etwas Zeit. Diese fehlt mir momentan. Deswegen klicke ich immer an: zum alten Design zurückkehren.
Sicher gibt es gute Gründe, etwas optisch anders zu gestalten. Ich freue mich aber, dass man uns Alten erlaubt, die gewohnte Optik beizubehalten. Das gilt übrigens auch für t-online. Seit etlicher Zeit verweigere ich mich dem nachgemachten Freundeskreis aus grauen Profilköpfen. Bei den Computern, die ich regelmäßig benutze, hat t-online bereits resigniert und zeigt mir unaufgefordert das alte Erscheinungsbild. Aber sobald ich mich von einem anderen Rechner aus einlogge, versucht man mir wieder das neue Design unterzujubeln.
Es reicht schon, wenn man insgesamt ständig auf dem Laufenden bleiben muss, sich bei Google plus anmeldet, die neuen Regeln von Facebook nicht verpasst, damit man am richtigen Platz ein Häkchen machen kann oder es eben bewusst weglässt. Da brauche ich nicht ständig Veränderungen bei der Benutzeroberfläche.
Aber wahrscheinlich bin ich nur alt und der permanente Wechsel im Design ist ein Erfolgsrezept, das bei Jüngeren gut klappt. Und diese sind schließlich die umworbene Zielgruppe im Netz. Die Senioren sind nur netter “Beifang”. Oder sehe ich das falsch?