Ich bin nicht mehr so gut zu Fuß und scheue deshalb große Veranstaltungen mit vielen Menschen. Ich wollte aber unbedingt die Nürnberger Messe besuchen, wo zwei Tage lang die inviva, eine Messe für das Leben ab 50, stattfand. Also habe ich meine 16-jährige Enkeltochter gefragt, ob sie mit mir dorthin gehen würde. Ein bißchen erschrocken war sie schon, als sie hörte, dass sie mich zu einer Seniorenmesse begleiten sollte – aber schließlich hat sie mir den Gefallen getan. Und so sind wir gemeinsam durch die Ausstellungshalle gewandert, haben an zwei Veranstaltungen teilgenommen und natürlich auch für unser leibliches Wohl gesorgt. Zum Schluß waren wir ganz beeindruckt von der Vielfalt der Informationen, von den vielen Menschen, die sich für ältere engagieren und von den Angeboten der Aussteller, die sich über alle Lebensbereiche erstrecken. Das ist eine tolle Messe, die über die vielfältigen Möglichkeiten eines gesunden, beweglichen und unterhaltsamen Alters informiert – und auch darüber, wie man Hilfe bekommen kann, wenn es nicht oder nicht mehr so gut geht. Viele jüngere oder gar junge Menschen haben wir nicht gesehen. Gelangweilt hat sich meine Enkeltochter aber trotzdem nicht. Im Gegenteil, sie war sehr beeindruckt von der Vielfalt und meinte, dass es hier für junge Leute auch so eine Messe geben sollte. Warum eigentlich nicht?