Eigentlich hatte ich gedacht, das Thema “graue Haare” ist seit dem Verschwinden von Gerhard Schröder als Kanzler auch in der Öffentlichkeit zu den Akten gelegt worden. Doch es gibt natürlich einige Foren und Plattformen, die sich weiter Gedanken dazu machen.
Brigitte woman beispielsweise meldete vor einiger Zeit, “Grau sei die neue Trendfarbe”. Immer mehr Stars würden sich die Haare grau färben. Zum Beweis wurde eine Fotostrecke ins Netz gestellt. Allerdings heißt grau in solchen Fällen “silber”.
Eine rege Diskussion hat ein weiterer Beitrag von einer Brigitte-woman-Autorin hervorgerufen. Diese hatte beschlossen, sich die Haare nicht mehr zu färben. Das Echo auf diese Botschaft fiel geteilt aus.
In meiner Umgebung habe ich festgestellt, dass manche Frauen gerade erst erblonden. So ab 40 geht das los. Und sie fühlen sich offenbar wohler damit als mit einer silbersträhnigen Variante.
Weiße Haare wurden früher immer mit Würde verknüpft. Wer sich einmal die Gesichter berühmter Frauen anschaut, sieht, dass sie auf keinen Fall langweilig aussehen. Eher authentisch. Es passt oft zum Typ. Dagegen ist ein lila Haarschopf, wie es eine zeitlang modern war, häufig nur ein Zeichen dafür, dass man von den Idealen seiner Jugend nicht abgewichen ist. Denn, ob das wirklich attraktiver wirkt, möchte ich nicht unbedingt sagen.
Allerdings gibt es bei Männern und Frauen Unterschiede.
Die Kabarettistin Monika Gruber nennt sie. Schlimm findet die Blondine Männer, die sich die Haare färben. „Wir Frauen dürfen das, wir backen uns am Muttertag auch den Kuchen selbst, weil man ihn sonst nicht essen kann.“ Dies sei nun mal der kleine, aber feine Unterschied. Stimmt das?