Schwimmbäder sollten bei der Sanierung nicht nur an die jungen Zielgruppen denken und Wasserrutschen und Strömungskanäle einbauen, sondern auch an die Älteren.
Es gibt ja immer wieder private Initiativen, die sich eines schönen, aber in die Jahre gekommenen Freibads annehmen.
Wenn bei der Sanierung dann ohnehin mehr der Wunsch im Vordergrund steht, die Anlage zu erhalten und weniger der reine Kosten-Nutzen-Gedanke, dann sollte man auch an einige Verbesserungen für die älteren Schwimmer denken.
Schließlich sind es treue Badegäste, die sich meist in den Morgenstunden im Schwimmerbecken tummeln. Einige seltene Exemplare, die man häufig mehr in ländlichen Gegenden antrifft, sind dabei an ihren Badekappen gut zu erkennen.
Immer wieder begeistern Berichte über rüstige Rentnerinnen und Rentner die Zeitungsleserschaft. Die Helden des Alltags absolvieren täglich ihre 500 bis 1000 Meter im Wasser, obwohl sie schon gut über 80 sind.
Nur davon, wie sie ins Wasser reinkommen, spricht kaum jemand. In letzter Zeit habe ich verschiedene Bäder besucht und meine Beobachtungen angestellt. So überwiegt das Prinzip “Schiffsleiter”. An steilen Treppen, die senkrecht ins Wasser hineingehen, müssen die Älteren langsam herunterkrabbeln.
Es geht auch anders. In Röthenbach bei Nürnberg hat man eine breite Treppe zusätzlich installiert, auf der man ganz sicher ins kühle Nass gelangt. Man kann sich an einer oder an beiden Seiten festhalten und muss sich nicht aus dem Wasser herausziehen wie bei den herkömmlichen Lösungen.
Ich denke, es ist an der Zeit, die Freibäder Seniorenfreundlicher zu machen.
Schreiben Sie uns: Ist Ihr Freibad Seniorenfreundlich? Ich würde gerne eine Kampagne daraus machen, um den Planern solcher Einrichtungen zu zeigen, dass es mehr gibt als Spaß und Unterhaltung für Kinder und Jugendliche, die ein Bad anbieten sollte, um angesichts des demografischen Wandels auch in fünf oder zehn Jahren noch attrativ zu sein.