Hello All,

Schwimmen war das einzige Fach, in dem ich in frühen Schuljahren positiv auffiel. Während in anderen Fächern erfolgreichere Mitschüler am Rand der Badeanstalt fröstelten, durfte ich im Schwimmunterricht von Steg zu Steg „Kraulen“ vorschwimmen. Vermutlich auch deshalb ist Schwimmen über sechzig Jahre mein Lieblingssport geblieben; heute als Ausdauerübung. Bevorzugt gemächlich an einem Ufer entlang platschen. Beim Einatmen über Wasser orientieren und beim Ausatmen unter Wasser staunen über die andere Welt unter mir. Oder meditativ Runde um Runde im Pool drehen. Doch seit einem Jahr macht die Schulter nicht mehr klaglos mit; die linke, meine Atemseite, schmerzt beim Heben und Durchziehen des Oberarms. Arthrose, sagt der Orthopäde. Da kannst du nicht viel machen; weniger das Gelenk belasten.

Ich fand Abhilfe mit Kurz- oder sog. Stummelflossen. Die bieten mehr Vortrieb beim Beinschlag. Bei ähnlichem Gesamtkraftaufwand kann ich die Arme und Schulter entlasten. Wegen der effektiveren Beinarbeit liegt zudem die Hüfte höher im Wasser, wodurch sich der Rücken weiter streckt – ideal für den alternden Körper. Die Brust und Rückenmuskeln bleiben gefordert. Deren Kameraden an Bauch, Po und Schenkel bekommen jedoch mehr zu tun. Und Spaß bringen die Dinger obendrein, weil ich auch mal flotter strampeln kann. Im öffentlichen Pool gelten Stummelflossen als Trainingszubehör, so dass die Bademeister mich gewähren lassen, zumindest auf abgetrennten Bahnen.  Im Freiwasser an steinigen Ufern ersetzen die Stummelflossen zusätzlich Badeschuhe. Mit ihnen komme ich ohne Geiere und bei geringerer Sturzgefahr ins und aus dem Wasser. Bei leichter Strömung im Meer oder im Fluss kann ich etwas entschiedener gegenhalten, was mir mehr Sicherheit gibt. Auf Reisen nehmen diese Art von Flossen nur wenig Platz und Gewicht in Anspruch.

Fazit: Kurzflossen sind ein perfekter Partner für ältere Schwimmer; egal ob im See, Meer oder Schwimmbad. Obwohl sie ursprünglich als Trainingsgerät für viel jüngere Leistungsschwimmer konzipiert worden waren. Das nenne ich angewandte Intergenerationen-Technik.

Ihr Global Oldie