Neulich sagte eine Freundin, die auch Großmutter ist, “das gehört doch zu den drei “S” der Großeltern”. Dabei ging es um den Umgang mit Kindern und Enkelkindern. Als ich ein wenig verdutzt fragte, was sie wohl damit meinen könnte, sagte sie “ist doch ganz klar: Die drei “S” heißen schenken, schlucken, schweigen”. Hört sich negativ und vielleicht auch ein wenig verbittert an, aber manchmal scheint mir auch was Wahres dran zu sein.

Das erste “S” ist leicht zu verstehen und aller meistens auch unproblematisch, also nicht negativ zu deuten. Es sei denn, die Geschenke  überfordern die Großeltern finanziell oder sie schenken nicht das Richtige oder die Großeltern bekommen für ihre Geschenke nicht genügend Anerkennung von ihren Kindern oder Enkelkindern. Geschenke können für die Beschenkten schnell selbstverständlich werden.

Das zweite “S” meint schlucken, also “runterschlucken” was Großeltern vielleicht ärgert oder betroffen macht, was als Kritik, z.B. am Erziehungsstil der Eltern, was überhaupt als Kritik aufgefasst werden und zu strittigen Auseinandersetzungen führen könnte. Zumeist vermeiden Großeltern das Entstehen solcher Situationen, in dem sie sich zurückhalten.

Das dritte “S” meint schweigen, das sei meistens angebracht, also nicht klagen oder beklagen, z. B. dass es den Großeltern nicht besonders gut geht, dass vielleicht häufiger mal Besorgungen für sie erledigt werden müssten und auch die Besuche der Kinder und Enkelkinder häufiger sein könnten. Lieber nicht darüber reden, schließlich wollen Großeltern ihre Kinder nicht bedrängen.

Wahrscheinlich sind die drei “S” nicht trennscharf auseinanderzuhalten und hoffentlich entsprechen sie nur den Erfahrungen meiner Freundin, schließlich kann man doch über alles reden …. oder?