vignette_mielenzWir Großeltern haben gespart und unserem Enkelsohn zum 18. Geburtstag Geld geschenkt, damit er seinen Führerschein machen kann. Die Geldsumme, die wir zurückgelegt haben, dachten wir, müßte ausreichen, damit er alle erforderlichen Gebühren und auch alle notwendigen Fahrstunden ableisten kann.
Nun wissen wir Großeltern ja auch, dass es heutzutage nicht mehr so leicht ist, seinen Führerschein zu bekommen, wie das vielleicht zu unseren Zeiten noch der Fall war. Ich z.B. habe meinen Führerschein gemacht, als ich noch Studentin war, 19 Fahrstunden (das war damals schon viel), alles zusammen im Studententarif ca. 350 DM. Unnötig darauf hinzuweisen, dass man die damaligen Zeiten nicht mit den heutigen vergleichen kann, schließlich ist alles viel teurer geworden und der Straßenverkehr stellt auch andere Anforderungen an die künftigen Autofahrer.
Unser Enkelsohn begann frohen Mutes seine Fahrstunden und hoffte sehr, mit dem zugesagten Geld von uns auszukommen.
Inzwischen hat er nach 43 (!) Fahrstunden seinen Fahrlehrer gebeten, ihn zur Prüfung anzumelden. Der Fahrerlehrer hat dies abgelehnt und gemeint, er brauche noch mindestens 10 weitere Fahrstunden, wenn er nicht durch die Prüfung (wie ein Drittel aller Fahrprüflinge) fallen wolle. Die Gründe: Unser Enkelsohn sei immernoch unsicher, nervös und einparken könne er auch nicht.
Auf dem Übungsplatz fanden wir allerdings, dass unser Enkelsohn schon recht gut Auto fährt und verkehrtüchtig war er auch. Nun wächst unser Mißtrauen in die Fahrschule und den Fahrlehrer, die bei Fahrschülern (und Großeltern) einfach nur “Kasse machen” möchten? Aber so kurz vor de Ziel, kann er ja auch nicht die Fahrschule wechseln oder soll er sich von sich aus zur Prüfungs anmelden?