vignette_nosseck_bockEs ist noch gar nicht so lange her, da hat unser Magazin ein damals brisantes Thema aufgegriffen. Menschen jenseits der 60 wurden vom Nürnberger Tierheim abgewiesen, wenn sie sich einen Hund oder eine Katze zulegen wollten. Das Magazin sechs+sechzig hat daraufhin einiges an Reaktionen aus dem Kreis der Leserschaft erhalten. Doch die Zeiten ändern sich. Das Tierheim Nürnberg, um das es vor einigen Jahren ging, hat inzwischen eine neue Heimleiterin. Zudem werden wohl auch immer mehr ältere Tiere abgegeben. Manchmal sind sich die Besitzer gar nicht im Klaren darüber, wieviel Arbeit die Versorgung eines Hundes oder einer Katze macht.
Bei älteren Menschen kann man davon ausgehen, dass sie sich durchaus bewusst sind, welche Verantwortung sie übernehmen. Aber genau darum geht es ja oft. Wenn jemand allein in einem Haus lebt, ist es schön, einen Hund oder eine Katze an seiner Seite zu haben. Da die Menschen im Durchschnitt älter werden und das bei besserer Gesundheit als früher, ist es nur konsequent, dass man dann auch mit 70 noch eine Nachfolgerin für die verstorbene Katze möchte oder einen Hund, der einen fit hält.
Insofern ist es eine positve Wendung in der Einstellung der Tierheime, wenn sie nun Senioren auch Tiere geben, die selber schon in der Mitte des Lebens stehen. “Senior sucht Senior” heißt das Motto der Vermittlungsaktion. Jetzt müssten sich die Alten-und Pflegeheime noch stärker öffnen, damit die Bewohner auch – wie es in manchen Einrichtungen bereits der Fall ist – nicht von ihrem Lieblign trennen müssen, wenn sie dorthin umziehen.
Ich habe es bei einer Tagesbetreuung in Erlangen Bruck erlebt, wie schön es ist, wenn Mitarbeiter ihre Hunde mitbringen. Vielleicht kann ja der eine oder andere auch ein Tier von einem neu hinzogegenen Bewohner übernehmen.
Welche Erfahrungen haben Sie mit Tierheimen gemacht?