Wenn Supermarkt-Manager an die älter werdende Kundschaft denken, fallen ihnen zunächst Lesebrillen zum Entziffern der Preise, Lupen für das Kleingedruckte und breite Gänge, die bequem mitdem Rollator zu durchfahren sind, ein. Das ist auf jeden Fall ebenso löblich wie die Anstrengung der Lebensmittelindustrie, mit kleinen Packungsgrößen auf den verminderten Hunger und Kalorienbedarf der betagten Käufer zu reagieren. Hier ärgert nur die Preisgestaltung, denn die scheint diametral zur Verkleinerung des Inhalts anzusteigen: Gerade habe ich ganz niedliche “Ein-Happen-Packungen” mit Cmenbert entdeckt. Sei sind so niedlich, dass man sie am liebsten für den Kaufmannsladen erstehen möchte. Doch der Preisunterschied zu den anderen Packungen, die von der gleichen Marke in einer wensentlich größeren Menge angeboten werden, betragen 42 Cent pro 100 Gramm. Da ist Wegwerfen billiger.
Wenn der Kunde über dem Vergleichen und Einkaufen plötzlich eindringendes Bedürfnis verspürt, was bei einer schwächelnden Blase im Alter schon häufiger vorkommt, schließlich ist Inkontinenz keine Jugendkrankheit, dann ist er mit seinem Problem allein. Anders als in Kaufhäusern gibt es in Supermärkten keine Kundentoiletten. Warum eigentlich nicht? Ich finde, hier gibt es Bedarf. Nachbesserungen sollten selbstverständlich sein.
So wie in Fürth, wo der Seniorenrat mehr öffentliche Toiletten im Innenstadtbereich fordert. Manche wurden inzwischen installiert, wie unser Magazin sechs+sechzig berichtete. Hier ist es nachzulesen.
Kennen Sie Supermärkte wie Rewe, Edeka, Aldi doer Norma mit Kundentoilette? Bitte um Rückmeldung in der Kommentarspalte. Danke.