Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Je fitter die Frauen im zunehmenden Alter sind, desto mehr ärgert sie der Begriff “Altweibersommer”. Zumal nicht alle Menschen wissen, woher dieser Begriff stammt. Das muss man auch nicht, um ihn zu verwenden. Ich habe beispielsweise ein “Altweiber-Sommer-Spezial” bei einem Hotel in Nürnberg entdeckt. Normalerweise wird eine besonders schöne Wetterlage so bezeichnet. Manche Menschen erklären das Wort auch damit, dass die Körperbehaarung von Frauen mit der Zeit ergraut. Bei Wikipedia habe ich folgende Definition gefunden: Mit „weiben“ wurde im Althochdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet. In norddeutschen
Dialekten nennt man die Altweibersommerfäden Metten, Mettken oder Mettjen (als Verkleinerungsform von Made, das heißt, man hielt sie für Raupengespinst). Wegen der lautlichen Ähnlichkeit wurde dieser Begriff wohl volksetymologisch zu Mädchen umgedeutet.
Na ja, daran erinnert sich wohl kaum jemand. Ich würde das Wort gerne bald in unserer Rubrik “Das war schick” begrüßen. Denn die alten Weiber freuens ich zwar ebenso über die sommerliche Wärme Ende September, aber warum muss sie unbedingt mit dem Alter in Verbindung gebracht werden? Oder reagieren meine Freundinnen, denen man ihre 60 plus keinen Moment lang ansieht, zu empfindlich?