Meine Tochter sucht für ihre gerade mal ein Jahr alte Tochter einen Krippenplatz, weil sie wieder arbeiten gehen möchte. So verständlich mir ihr Wunsch, wieder berufstätig zu sein, ist, so unverständlich ist mir ihre Einstellung, dass meine noch so winzige Enkeltochter in eine Kinderkrippe gehen soll. Ich würde eine Tagesmutter und eine familiäre Umgebung vorziehen. Ncht so meine Tochter, ihr sei die Abhängigkeit von einer Person in der Erziehung ihrer Tochter unangenehm. Wenn sie was nicht richtig findet, dann kann sie dies wohl in einer Kinderkrippe, nicht aber der Tagesmutter sagen, ohne negative Folgen befürchten zu müssen. Ob die Tagesmutter hinreichend qualifiziert ist, wisse sie auch nicht. Und wenn die mal krank ist, dann hätte sie keine Alternative für die Betreuung ihrer Tochter. Da ich selbst unsere Enkeltochter nicht versorgen kann (und meine Tochter dies auch vehement ablehnen würde), muß ich die Entscheidung wohl akzeptieren.
Aber ich sehe für meine Enkeltochter schon einen langen “Marsch durch die Institutionen”: nach der Kinderkrippe der Kindergarten und danach die Schule und der Kinderhort (vielleicht gibt es ja dann auch schon überall Ganztagsschulen?).
Selbstbestimmte Kindheit nur am Wochenende und in den Ferien?