Eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsentwicklung hat herausgefunden, dass die Lebenszeit, die Großeltern mit ihren Enkelkindern haben, gesunken ist …. von 34,9 auf 32,8 gemeinsame Jahre – und das, obwohl Großeltern immer älter werden. Woran die Forscher diese Erkenntnis festmachen, ist die Tatsache, dass Frauen immer später Kinder gebären, also in einem immer höheren Lebensalter Mütter werden. Wäre das nicht so, dann hätten Großeltern aufgrund ihrer gestiegenen Lebenserwartung bestimmt noch mehr Lebenszeit mit den Enkeln.
Nun könnte man die Ergebnisse der Forschung auch anders herum, nämlich positiv interpretieren: Dass Großeltern ihre Enkelkinder (statisisch!) knapp 33 Jahre begleiten können, ist eine gute Entwicklung für Großeltern und Enkelkinder. In der doch sehr langen Zeitspanne gemeinsamer Lebenszeit haben viele der Großeltern auch auch die Chance, Urgroßeltern mit Urenkeln zu werden, denn nicht in jeder Familie sind die Frauen sog. Spätgebärende.
Aber wie das mit der Statistik so ist. Auch in der Studie des Bundesinstituts sind nur Bevölkerungszahlen in Beziehung gesetzt worden.
Über die tatsächlichen Beziehungen zwischen den Generationen sagt die Studie nichts. Z.B., ob die gemeinsame Zeit auch gemein gelebt wird?