Unsere Enkeltochter ist fünf Jahre alt und glaubt fest an den Weihnachtsmann, der ihr am Heiligen Abend die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legt. Deshalb steht sie den ganzen Nachmittag am Fenster oder an der Haustür, um auf ihn zu warten und ihn endlich auch mal zu sehen. Dass die Weihnachtsmänner in den Kaufhäusern nicht “echt” sind, das hat sie schon begriffen. Wir genießen die Gedanken, die sie sich macht und die Vermutungen, die sie anstellt, sehr und bestärken sie dabei in ihrer kindlichen Phantasie. Tut uns ja auch gut, uns im Geschichten erzählen zu üben. Das erinnert wunderbar an die eigene Kindheit. Trotzdem kommen wir immer wieder mal in Erklärungsnöte, wie das denn zusammen passe, wenn der Weihnachtsmann die Geschenke bringt, diese aber doch von Oma und Opa sind? Hat nun der Weihnachtsmann die Geschenke bei uns abgeholt, weil er einfach nicht soviel Zeit hat, um die Geschenke für alle Kinder auszusuchen – oder haben wir mit den Geschenken gar nichts zu tun? Nur vom Weihnachtsmann wäre doch auch irgendwie schade?