Vor Kurzem stand in den Zeitungen zu lesen, dass Bundesfamilien-(und -frauen -!)ministerin Kristina Schröder auf “deutliche Distanz” zur feministischen Frauenbewegung gegangen ist, weil “zumindest der frühe
Feminismus teilweise übersehen hat, dass Partnerschaft und Kinder Glück spenden” (Nürnberger Zeitung, 8.11.2010). Ach, Frau Schröder, da haben sie “den” Feminismus aber schlecht verstanden! Und haben Sie das nicht gegen alle Omas gerichtet, die sich in ihren “frühen” Lebensjahren dafür eingesetzt haben (und sich bis heute dafür einsetzen), von den Bedürfnissen der Frauen ausgehend eine grundlegende Verbesserung ihrer Situation in Partnerschaft, Familie, Beruf und Politik zu erreichen, das vorherrschende Rollenverständnis von Frauen zu verändern und gleichberechtigte Partnerschaft zwischen Frau und Mann in der Gesellschaft zu entwickeln. Obwohl längst noch nicht alles gelungen ist, sind doch viele der feministischen Forderungen (zum Glück) selbstverständlich geworden, z.B. die nicht mehr Infrage gestellte Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Ausbau von Kinderkrippen und mehr Väter im Erziehungsurlaub. Ich habe mit meiner Enkeltochter darüber diskutiert und sie hat auch gefunden, dass sie den (alten) feministischen Omas jede Menge zu verdanken hat.
Und Sie, Frau Schröder, als Enkelin doch wohl auch?