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Keine Zeit, uns zu besuchen

Meine Enkelkinder (8 und 10 Jahre alt) sind total beschäftgt. Neben der Schule und den Schularbeiten, auf die schon sehr geachtet wird, füllen sie die Wochentage mit verschiedensten musischen und sportlichen Aktivitäten, die einen Terminkalender notwendig machen. Neben Fußball, Tennis und Schwimmen auch noch Geigenunterricht für den Enkelsohn, für die kleine Enkeltochter gibt es Handball, Reit- und Klavierunterricht.
Wir halten das alles für absolut übertrieben, zumal unseren Enkelkindern fast keine richtig freie Zeit bleibt, sie immer ein wenig “überdreht” wirken und wir sie nur höchst selten zu Gesicht bekommen. Wir finden es im Prinzip richtig, dass unsere Kinder versuchen, Anregungen zu organisieren und Fähigkeiten schon im Kindesalter zu entwickeln, haben aber Sorge, dass sich Überforderungen bei unseren Enkelkindern einstellen. Auch Interesse kann in Desinteresse umschlagen, jedenfalls mag unser Enkelsohn das “Geigespielen” überhaupt nicht und ein besonderes Talent können wir bei ihm auch nicht erkennen.
Aber wir sind nun mal nicht für die Erziehung unserer Enkelkinder zuständig und müssen abwarten, bis sie doch mal für uns Zeit haben.

2 Responses

  1. Ich habe mich entschlossen, mich wieder einzumischen und meine Meinung zu sagen. In diesem Fall halte ich das auch für eine enorme Überforderung der Kinder. Ich glaube wir Großeltern sollten etwas selbstbewußter sein und auch mitreden wenn wir sicher sind dass etwas falsch läuft, das kann natürlich auch auf Kosten der momentanen Beliebtheit gehen. Egal man redet wenigstens miteinander.

  2. Dies belegt, dass für Kinder engagierter Eltern mit gutem Einkommen die Ganztagsschule eigener Prägung längst schon existiert. Nun wäre es wohl richtiger diese für alle Kinder im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht verbindlich zu machen. Wenn Kinder dann nach Hause kommen, sollte dort nichts mehr für die Schule zu tun sein. Dann macht es vielleicht auch Spaß, sich bei Großeltern verwöhnen zu lassen.

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