Als Schülerin habe ich, wie viele andere auch, mit Babysitting in amerikanischen Familien mein Taschengeld aufgebessert. Die Familie mit 3 kleinen Kindern habe ich schnell wieder aufgegeben, da war ich eindeutig überfordert, zumal die drei nie das tun wollten, was ich ihnen vorgeschlagen habe. In der zweiten Familie war nur ein 10-jähriges Mädchen zu betreuen, das ging dann ganz problemlos und Spaß gemacht hat das auch.

Heute ist Babysitting nicht mehr ganz so einfach wie früher. Aber das stimmt vielleicht auch nicht, denn es gibt  noch immer die Nachbarin oder die Studentin, die gerne mal aushelfen, wenn die Eltern was vorhaben und Verwandte für die Betreuung der Kinder nicht zur Verfügung stehen. Nimmt man einen Babysitting-Dienst der diversen Anbieter in Anspruch (z.B. bei Wohlfahrtsverbänden vor Ort), dann geht es auch um Verträge, Haftpflicht, Kenntnisse in Erster Hilfe und einen Babysitter mit Diplom.

Sicherlich sind das bedenkenswerte Formalien, wichtig ist aber doch, dass das Kind den Babysitter mag und ihm vertraut, dass er/sie vielleicht schon den Umgang mit (kleinen) Kindern gewohnt ist, dass er/sie die Gewähr für Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und verantwortungsvolles Handeln bietet. Und er/sie sollte auch nicht zu jung sein.

Ist es das erste Mal, müssen die Eltern zuvor die Gewohnheiten und die Gute-Nacht-Rituale der Kinder beschreiben und klären, welche Verhaltensregeln eingehalten werden müssen, wenn ein Notfall eintritt, z.B. eine Verletzung des Kindes oder ein plötzlicher Fieberschub. Wo man in der Wohnung was findet (z.B. Windeln), muss zuvor auch gezeigt werden, Getränke für die Kinder und den Babysitter sollten bereit gestellt werden.

Jetzt kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen und Eltern (manchmal auch die Großeltern) könnten sich einen vergnüglichen Abend machen…. oder? Ich kenne allerdings einen Babysitter, da hat die Mutter fünfmal am Abend zu Hause angerufen und nachgefragt, ob denn alles in Ordnung sei !