In der letzten Zeit gab es häufig Meldungen, dass immer mehr Eltern ihren Kindern Schlafmittel geben, damit die Kinder schneller einschlafen oder die Nacht durchschlafen und auch die (zumeist erschöpften) Eltern zur Ruhe kommen können. Diese Schlafmittel sind ohne Rezept zu kaufen und erscheinen harmlos, indem sie sogar Babys verabreicht werden können. Wenn das so ist, dann sind diese Schlafmittel doch nicht gefährlich? Erinnert an den Biernuckel, den man früher auch Babys gegeben hat?

Kinder und einschlafen und/oder durchschlafen, ein Dauerthema, das Eltern (und Großeltern) nur allzu gut kennen. Kein Wunder, dass die oft verzweifelten Eltern versuchen, alle “Hilfen” auszuprobieren, die angeboten werden, “Zaubermittel” eben. Aber weit gefehlt! Ärzte warnen nun eindringlich vor den angebotenen, für Kinder gefährlichen Medikamenten. Sie enthalten Wirkstoffe, die die inneren Organe (Leber, Nieren) und das zentrale Nervensystem schädigen und überdies auch abhängig machen können. Ist die Dosierung zu hoch, drohen Atemstörungen oder gar Atemstillstand.

Fachleute meinen, dass Kinder keine Schlafmittel brauchen und dass es völlig normal sei, wenn Kinder einen anderen Schlafrhythmus als Erwachsene haben. Aber wo finden Eltern Hilfe, wenn es doch gravierende Probleme beim ein- oder durchschlafen gibt? Geraten wird, sich an Hebammen, Kinderärzte, Kinderpsychologen oder auch an sog. “Schreiambulanzen” zu wenden.

Ansonsten wird geraten, für kleine Kinder feste “Abend-Rituale” einzuführen, damit die Kinder zur Ruhe kommen. Dazu gehört natürlich kuscheln und vorlesen, vielleicht auch eine Spieluhr und vor allem für die Eltern, diese Zeit vor dem Einschlafen der Kinder selbst zu genießen. Wenn unser Enkelkind bei uns Großeltern über Nacht ist, dann ist diese Viertelstunde eine der schönsten des ganzen Tages.