
„Befreite“, die die neu gewonnenen Freiheiten genießen, erleichtert aufatmen, sich dem Genuss von Hobbies hingeben und sich häuslich einigeln. Risiko: zu passiv und mentaler Abbau und Altersdepression
„Nachholer“, die bisher Aufgeschobenes realisieren, wie z.B. Reisen, Weiterbildung, Familienzuwendung oder Sport. Risiko: Partner, Finanzen oder Gesundheit schränken solches ein, Enttäuschung – Altersdepression
„Weitermacher“: setzen mit einem gewissen Zeitbudget freiwillig und ehrenamtlich das fort, was sie bisher schon beruflich gemacht hatten in Vereinen, karitativen Einrichtungen, Verbänden, Stiftungen; Risiko: Von Jüngeren oder Hauptberuflichen nicht mehr für voll genommen oder allmählich abgedrängelt zu werden – Altersdepression
„Abenteurer“, die Neues anfangen und mit Gewohnheiten brechen: Umziehen, ihren Lebensstil und Umfeld ändern, auswandern, sich neue Partnern zuwenden. Risiko: Partielles scheitern, Enttäuschung und Rückzug und – na, Sie wissen schon: Altersdepression.
„Rückzieher“, die alles bisher für sie Relevante hinter sich lassen, Abstand zu allem bisherign nehmen und sich mehr oder minder grantelnd zurückziehen. Risiko: siehe oben.
Zum Schluss die frohe Botschaft: Wer die ersten 2 Jahre Ruhestand ohne größeren Schaden überstanden und sich die gute Laune erhalten hat, der hat gute Chancen, seine statistisch wahrscheinliche Lebenserwartung zu überleben und Altersdepression hinauszuzögern, sogar gänzlich zu vermeiden. Wenn Sie Ihre Lebenserwartung noch beizeiten etwas tunen wollten: am längsten lebt man in einem Stadtstaat wie Monaco, San Marino, Singapur, Macau oder Hongkong.
Ihr Global Oldie
*Thomas H. Holmes und Richard H. Rahe „The Social Readjustment Rating Scale”, Journal of Psychosomatic Research, Vol.11, Issue 2, August 1967




