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Hintersinniges zum „guten Rutsch“

aaa-vignette Hello All, ich komme soeben vom Winterspaziergang. Fröstelnd, schlitternd aber heil. Wieso eigentlich wünschen sich Deutsche so oft „guten Rutsch“ ins neue Jahr? Pflegen solche Gratulanten geheimen Groll und wünschen einem eigentlich blauen Flecken auf den Leib? Oder zeugen „gute Rutsch“- Wünsche von tumber Gedankenlosigkeit oder anmutendem artistischen Gleichgewichtssinn? Outen sie sich als notorische Winter-Stubenhocker, die nicht wissen, was da draußen los ist? Der Wetterdienst warnt vor Blitzeis und Auto-Karambolagen; die Ambulanzen gipsen und schienen um die Wette – und immer noch lese und höre ich „guten Rutsch!“ Könnte ich nachvollziehen, wenn solche Sprüche vom Autolackierer an der Ecke, dem Orthopäden mit zu wenig Privatpatienten oder dem geschäftstüchtigen Winterstreudienst des Nachbarn käme – die haben verständliche Interessen am Rutschen. Ach, die Macht der Gewohnheit und früh erlernter, unreflektierter Redewendungen aus alten Zeiten! Vielleicht stammt der Spruch ursprünglich aus dem Alpenländischem, wo Leute einst im Winter mit Skiern flugs zu den Alltagsverrichtungen unterwegs waren und ein flottes Vorankommen von Interesse war. In unseren Zeiten ist jedoch Rutschen außerhalb der Pisten, Loipen und Rodelbahnen wenig zweckdienlich. Zumal Ältere mit dem Rutschen noch mehr Schwierigkeiten haben als Junge. Ich kenne keine andere Zivilisation, in der sich Mitmenschen zum Neujahr auch nur Ähnliches wie Rutschen wünschen. Da ist zumeist von Liebe, Familie, Glück, Geld, Frieden und Gesundheit die Rede.
Liebe Freunde, ich schließe mich den internationalen Gepflogenheiten an und wünsche Ihnen zum Jahresauftakt Harmonie, Gesundheit, Erfolg und jede Menge Lebensfreude; ganz unverrutscht
Ihr Global Oldie

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