
Neue Technologien halten Schritt für Schritt Einzug in Bildung, Schule und Unterricht. In der „Schule der Zukunft“ werden PC, Tablets und Lernapps die Schule völlig umkrempeln, meinen Experten (Stern vom 13.10.2016, ab S. 47). Es werden wahrscheinlich nicht nur Papier und Stifte ersetzt, sondern auch Lehrer/innen durch Algorithmen, d.h. durch individuelle Lösungs- und Bearbeitungsprogramme. Sie geben Schüler/innen die Möglichkeit, ihr Lerntempo selbst zu bestimmen und zu wiederholen, wo und wann sie es wollen. Mit sog. Lernvideos kann z.B. zu Hause gelernt werden und in der Schule wird das Gelernte vertieft.
„Individuell und interaktiv lernen“, das wäre die Zauberformel für die Digitale Schule der Zukunft, die auch Zielsetzungen wie Inklusion und Integration gerecht werden könnte. Noch aber ist es nicht so weit., trotz einiger guter Projekte und Programme an einzelnen Schulen.
Bei aller Euphorie über chancengleiche Bildung in einer digitalisierten Schule, bleiben aber doch Fragen: z.B. Ob alle Schüler/innen mithalten und ihren Lernfortschritt selbständig strukturieren können und ob Eltern (und Großeltern) in der Lage sein werden, sie zu unterstützen. Und „gläserne“ Enkelkinder, deren Lernleistungen, Talent und Fleiß der Computer in Zahlen auswertet, sind wenig zukunftstauglich.




