So weit soll es nicht kommen: Einfach nachrüstbare Alarmanlagen schlagen die Täter in die Flucht, bevor sie überhaupt ins Haus gelangen können. Foto: Brunn

So weit soll es nicht kommen: Einfach nachrüstbare Alarmanlagen schlagen die Täter in die Flucht, bevor sie überhaupt ins Haus gelangen können. Foto: Brunn

Sport treiben, Freunde treffen und ganz viel reisen: Ältere Menschen sind heute so aktiv wie in keiner Generation zuvor. Der Preis für die Freizeit auf Achse: leichtes Spiel für Einbrecher zu Hause. “Einbrecher spähen gerade ältere Menschen mit Vorliebe als Opfer aus, noch dazu wenn sie alleine leben”, sagt Fachjournalist Martin Schmidt vom Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Gerade in dieser Lebensphase sei es daher wichtig, das Haus oder die Wohnung vor Langfingern gut zu schützen.

Veraltete Sicherheitstechnik erneuern

Die Realität sieht allerdings anders aus: Wenn überhaupt vorhanden, dann basiert die Sicherheitstechnik in vielen Eigenheimen noch auf dem Stand des Baujahres, oft aus den 1970er und 1980er Jahren. Entsprechend leichtes Spiel haben die Einbrecher oftmals. “Dabei sind heute technisch hochentwickelte und auch bezahlbare Sicherheitslösungen verfügbar, die sich problemlos nachrüsten lassen”, sagt Ralf Mikitta, Sicherheitsberater des Verbandes für Wohneigentum Baden-Württemberg und Experte beim Anbieter Micycle. Wichtig sei es, dass die jeweilige Anlage nach der europaweiten Norm EN 50131 zertifiziert ist – dann seien auch Fördermittel möglich. Unter www.alarmanlage-einbruchschutz.de gibt es ausführliche Informationen dazu.

Täter gar nicht erst ins Haus lassen

Entscheidend, so Sicherheitsexperte Mikitta, sei es, die Täter gar nicht erst ins Haus gelangen zu lassen: “Ein Außenalarm, der zuverlässig ausgelöst wird, wenn sich jemand von außen an Fenstern oder Türen zu schaffen macht, kann Schlimmeres verhüten.” Schließlich wollten Einbrecher nicht erkannt werden – und suchten erfahrungsgemäß schnell das Weite, wenn Alarmsirenen und ein heller Lichtspot im Garten auf sie aufmerksam machten.

Unsichtbarer Schutz
Experten raten zu Alarmsystemen auf Basis einer akustischen Geräuschanalyse. “Die Anlagen sind hoch wirksam, einfach zu bedienen und leicht nachzurüsten, insbesondere, wenn das System auf Funkbasis arbeitet.” In diesem Fall ist noch nicht einmal die nachträgliche Verlegung von Leitungen erforderlich. Die Akustiksensoren können genau zwischen natürlichen Bewegungen und Geräuschen der Bewohner sowie außergewöhnlichen Ereignissen unterscheiden. Wenn beispielsweise jemand versucht, von außen ein Fenster aufzuhebeln, schlägt das System laut Alarm – und der Täter sucht das Weite. So lassen sich Einbruchsversuche bereits im Keim ersticken.