Als unsere Enkelkinder neulich bei uns zu Hause waren, haben sie unsere Fotoalben aufgestöbert und dabei auch von uns Großeltern Kinder- und Jugendfotos gefunden. Natürlich gibt es von unserer Zeit des Aufwachsens nicht so viele Fotos wie heute von unseren Enkelkindern und manche von den wenigen sind auch schon ziemlich vergilbt. Von mir gibt es nicht mal ein Baby Foto, auf dem ersten Foto von mir bin ich schon ein Jahr alt.
Aber das war unseren Enkelkindern nicht bedeutend. Wichtig war ihnen festzustellen, dass Oma und Opa auch mal “klein” waren, dass wir ziemlich “komisch” ausgesehen haben, dass es zu den Großeltern auch noch Eltern (also ihre Urgroßeltern) gegeben hat – kurzum: die Fotos waren ein guter Anlass, über unsere Familiengeschichte und das Leben “damals” zu erzählen, über Verwandtschaften und die Ahnen. Am meisten mußten wir über unsere Kindheit erzählen, eben “wie es früher mal war”, z.B. welches Spielzeug wir hatten und ob unsere Eltern streng waren. Und wie es ist, wenn man alt wird, das war auch immer wieder die Frage.
Dieser Nachmittag hat uns allen großen Spaß gemacht und auch wir haben beim Erzählen unsere Erinnerungen wieder ein wenig aufgefrischt. Falls es mal wieder an einem Besuchstag heftig regnen sollte, gemeinsam mit den Enkelkindern in die Fotoalben gucken und Geschichten erzählen, das ist vielleicht noch spannender als ein Kinderspiel zu spielen?