vignette_nosseck_bockNeulich wurde mir auf einem Seminar ein Video präsentiert, das mich ins Grübeln brachte. Es ging darum, Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren mit einer Technik zu konfrontieren, die sie offenbar nicht kannten. Es handelte sich um ein Telefon mit Wählscheibe. Hier musste der Smartphone gewohnte Nachwuchs herausfinden, wie man damit Leute anruft. Der Unterschied zu einem ähnlichen Video mit älteren Menschen, in sie mit modernster Technik erstmals konfrontiert werden, ist wahrscheinlich die Unbefangenheit der Kinder. Sie zeigen ohne Scheu, wenn sie etwas verblüfft.

Was mich dabei verwundert, wie wenig vertraut ihnen Dinge sind, die ihre Eltern noch kannten und ihre Großeltern als Fortschritt kannten.
unvergessen sind für mich die schwarz-weiß Filme, in denen aufgeregte Menschen ein Wandtelefon benutzten. Mir hätte man als Kind einen solchen Fernsprecher vorsetzen können und ich sofort gewusst, wie das geht. die jetzigen Kinder schauen aber gar nicht mehr die Filme der Vorgänger-Generation. Sie haben die riesige Auswahl. Da bevorzugen sie die angesagten Apps und elektronischen Spiele ihrer Zeit.

Wenn ein Kind Münztelefone als Folter bezeichnet, ohne je erlebt zu haben, wie die Verbindung jäh abbricht, weil der letzte Groschen durchgefallen ist, dann schließt sich der Kreis. Denn das ist nicht viel anders als wenn bei Skype die Verbindung plötzlich wegbricht. es fühlt sich fast an wie ein Telefonat in der Telefonzelle. davon.

Solche Videos sind erstmal lustig anzuschauen, aber ich finde sie auch sehr aufschlussreich. Ich sehe mir sicher mehr davon an.